Konstruktion und Bau eines Kaltwintergarten durch Grünhaus. Partner von: Wintergarten-Ratgeber.de

Bild: ABC Gruenhaus Wintergarten

Frage:

Wir haben in unserem Wintergarten Probleme mit Kondenswasser. Kondenswasser bildet sich auf dem Fliesenboden und an der umgehenden Mauer. Wintergarten steht auf einer cirka 800mm hohen Mauer. Bei Benutzung des Wintergarten im Winter (Erhitzung durch Heizung) entsteht sofort Kondeswasser. Es ist keine Be- und Entlüftung vorhanden…

Kann mir jemand einen nützlichen Tipp geben?


Antwort:

Seit 25 Jahren habe ich einen WiGa am Haus. 22 Jahre einen aus Alu und jetzt seit 2/3 Jahren einen aus Holz mit Aluverkleidung.

22 Jahre lang hatte ich große Probleme mit Kondenswasser gehabt! Beim neuen WiGa anfangs auch. Bis ich kapiert habe warum. Seitdem ist das Problem fast weg.

Bei meinem Wintergarten ist das eigentliche Problem, dass er durch eine Tür vom Rest des Hauses getrennt wird. In den kühlen monaten des Jahres wird der WiGa wenig benutzt und wegen Energieeinsparung bleibt die Tür zu. Dazu lagern wir viele Topfpflazen über Winter im WiGa, die Feuchtigkeit erzeugen.

Grundsätzlich:
Angenommen die Luft im Haus hat eine Temperatur von ca. 22°C. Dabei gibt es eine relative Luftfeuchtigkeit von vielleicht 65%. Wenn der WiGa diese Luft teilt mit dem Rest des Hauses aber nicht so aufgeheizt wird (z.B. es herrscht im WiGa 18°C), dann steigt die relative Luftfeuchtigkeit im WiGa ganz automatisch an. Wenn es im WiGa irgendwelche Flächen gibt, die noch kühler sind dann ist die Raumluft an den Stellen noch höher. Irgendwann schlägt die Feuchtigkeit nieder und schon is die Fläche naß geworden und es hat sich Kondenswasser gebildet.

Deswegen muss die Raumluft in der Luftmasse bei der Temperatur, die im Wintergarten herrscht kontrolliert bzw. reguliert werden, damit sich kein Kondenswasser bildet. Dabei gibt es 2 Möglichkeiten:

  1. Aufheizen, damit die Luft relativ gesehen trockener wird.
  2. Lüften, damit (kühle) trockene Luft hineinströmen kann.

Allerdings, wenn es in der Bausubstanz des WiGas irgendwo eine Kältebrücke gibt. Dann funktionieren die 2. Möglichkeit nur bedingt.

Je nach Temperaturunterschied zwischen WiGa-Innenraum und draußen kann es trotzdem zeitweise zur Kondenswasserbildung an den Fensterrahmen kommen. Obwohl Isolierfenster im Durchschnitt gut isolieren, ist der Rand immer gefährdet. Es gibt aber dort auch mittlerweile eine Lösung mit Kunststoff anstatt Metall.

Ich lüfte ganz einfach mit einem im WiGa befindlichen Fenster in der Kippstellung und heize leicht. Dort hersscht ca. 12°C. Wenn es im Winter frostig wird, muss ich natürlich das Fenster zu machen aber ich lasse die wärmere Luft aus dem Haus nicht dort hinein.

Übrigens:
Es gibt auch Lüfter, die mit einem Feuchtigkeitssensor ausgestattet sind. Er schaltet sich bei höher Luftfeuchtigkeit automatisch ein und dann wieder aus, wenn die Luftfeuchtigkeit wieder zurück gegangen ist. Nur dann muss gewährleistet werden, dass die „frische“ Luft trocken genug ist, wenn sie die Temperatur im WiGa annimmt.

Am besten ein elektronisches Luftfeuchtigkeitsmessgerät mit Temperaturanzeige anschaffen und prüfen. Sie gibt es für unter 20 Euro. Es lohnt sich!

Ich hoffe, dass dieser Bericht doch hift ein Bisschen Klarheit bei diesem Dauerthema schafft.

Bei allen Fragen hilfreich unsere Checkliste.
Einfach downloaden oder mal reinschauen!

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