Heizung und Klimatisierung

Der Wunsch nach Wohnqualität und kultiviertem Lebensstil sind die Gründe für die Beliebtheit von Wintergärten und Glasarchitektur.

Bild: Sunshine Wintergarten GmbH

Wintergärten sinnvoll heizen und klimatisieren

In der kalten Jahreszeit wird der Wintergarten seinem Namen gerecht. Dann kann man immer noch bei angenehmen Temperaturen die Natur genießen, auch wenn draußen der Schnee fällt und das Eis klirrt.

Für ein optimales Klima sorgt die passende Heizungtechnik. Dabei ist zu berücksichtigen, ob der Wintergarten als zusätzlicher Wohnraum genutzt wird und beispielsweise mit merditerranen oder tropischen Pflanzen bestückt ist oder ob er mehr als ein thermisch getrennter Bereich für subtropische Pflanzen dient.

Wohnwintergarten = beheizter Wintergarten

Auch wenn der Wintergarten im der kalten Jahreszeit weniger genutzt wird, muss er entsprechend beheizbar sein. Durch den oft bedeckte Himmeln und die kurze Sonnenscheindauer in der Winterzeit reicht der Energieeinfall tagsüber nicht aus, um den Wintergarten frostfrei zu halten. Es ist daher bei der Planung eines Wohnwintergartens immer auch die Heizung zu berücksichtigen. Eine gute Planung des Bodenaufbaus ist sinnvoll, vorallem wenn Bodenheizungs-Systeme oder Unterflur-Konventoren zum Einsatz kommen sollen. Denken Sie im Zuge dessen auch auch Stromleitungen (Steckdosen), Wasserleitungen und sonstige Grundleitungen, die Sie für die spätere Nutzung benötigen. Bei der Verlegung von Stromleitungen und elektrischen Anlagen ist weiter zu bedenken, dass ein Wintergarten zu den Feuchträumen zählt, für die bestimmte Auflagen zu erfüllen sind.

Tipp: Planen Sie für die kalte Jahreszeit 350 Watt Heizleistung pro Quadratmesser ein. Demnach benötigen Sie für einen Wintergarten mit einer Grundfläche von 20 qm eine Heizleistung von 7 kWh (Kilowattstunden). Um den Wintergarten schneller zu beheizen, kann zusätzlich ein Ofen oder Kaminofen eingebaut werden, der eine behagliche Wärme und Atmosphäre schafft.

Fußboden- und Konvektorenheizung

Eine oft verwendete Möglichkeit für den Wintergarten ist die Kombination von Fußboden- und Konvektorenheizung. Die Fußbodenheizung fährt dabei die Grundlast und hält diese auf einer bestimmten Mindesttemperatur. Wenn Sie den Wintergarten nutzen wollen, brauchen die Konvektoren nur noch die Restwärme liefern. Sie können daher kleiner und unauffälliger sein, als wenn sie den ganzen Heizenergiebedarf des Wintergartens decken müssten. Eine Alternative zu Stand-Konventoren sind die unauffälligeren Unterflur-Heizungen, die eben mit dem Bodenbelag abschließen. Sie im Bodenbereich vor Glasflächen installiert und verteilen die Wärme mittels Ventilatoren gleichmäßig an die Raumluft.

Bodenkanalheizung / Unterflurheizung

Wintergarten Holz/Alu mit Bodenkanalheizung Bild: Privat

Wintergarten Holz/Alu mit Bodenkanalheizung Bild: Privat

Wintergärten sind für den Einbau einer Bodenkanalheizung geradezu geschaffen – der perfekte Durchblick ist allseitig möglich; Fensterflächen von Decke bis Boden werden nicht durch kompakte Heizkörper verstellt.

Bodenkanalheizungen verstehen sich als Vollraumheizung (breite Konvektoren, ab 6 Rohrreihen). Jedoch auch verwendbar in Kombination mit anderen Heizsystemen. Ausschließlich für Zwischen-/Vorheizleistungen sind die schmale Konvektoren mit 2-4 Rohrreihen gedacht.

Besondere Beachtung bedarf beim Einbau bzw. schon in der Planung die Stärke (Höhe) des später angedachten Fußbodenbelages.

Kaltluftauflösung im ganzen Raum

Die exorbitanten Glasfassadenelemente eines Wintergartens bedürfen einer gleichmäßigen Kälteabschirmung, um eine behagliche Wärme – vor allem in den Übergangsmonaten sowie im Winter – zu erzeugen. Elegant, kaum augenfällig und zugleich besonders platzsparend, fügen sich die elementaren Blechwannen aus verzinktem Stahlblech/Aluminium mit den flachen Konvektorenelementen oberkantenbündig in den Estrichbelag bzw. die Trockenbaukonstruktion ein.

Die Regelung der Bodenkanalheizung erfolgt über unterschiedlich erhältliche Thermostate (Uhrenthermostat, elektrische Steuerung, etc.). Die handelsüblichen Gitterabdeckungen sind in unterschiedlichsten Farben und Strukturen (z.B. Holz) verfügbar und lassen sich somit optisch dem Bodenbelag anpassen.

Vorteile:

  • Effizienz – in kürzester Zeit bildet sich ein Wärmeluftschleier gegen den peripheren Kälteeinfluss
  • energiesparend
  • unverzügliche Reaktion auf Klimaschwankungen
  • direkter Einbau an der Glasscheibe möglich
  • weitgehende Vermeidung von Kondenswasser an den Glasflächen
  • schnelle Montage – nachträglicher Einbau bei relativ geringem Aufwand möglich. Niedrigste Bauhöhe bereits ab 90 mm!
  • einfache Reinigung – Gitterelemente lassen sich leicht entfernen, Innenbereich-Heizelemente können bei einzelnen Anbietern hochgeklappt werden, leichtes Aussaugen.
  • extrem geräuscharmer Betrieb
  • geeignet für Allergiker, da kein Staub wie bei Stand-Konvektoren verwirbelt wird

Heizleisten – Sockelleistenheizung

Gleichmäßige Wärmeverteilung im Wintergarten

Variotherm Heizleisten Bild: www.variotherm.at

Variotherm Heizleisten Bild: www.variotherm.at

Heizleisten (Warmwasserheizung) garantieren eine gleichmäßig konstante Wärmeverteilung, da sie – zumeist direkt an großen Glasflächen/Wandflächen angebracht – die Kaltluft von außen perfekt abwehren.

Der dabei freigesetzte, relative hohe Strahlungswärmewert – ähnlich der angenehmen Empfindung von natürlichen Sonnenstrahlen – ermöglicht wohltuende Behaglichkeit in kürzester (Vorlauf-)Zeit. Dies ist vor allem hilfreich bei temporären Wetterveränderungen.

Funktionalität

Erwärmen sich die uns umschließenden Wandflächen, benötigen wir als gefühlte Wohligkeit nur eine sehr niedrige Raumtemperatur. Das ist ein großer Pluspunkt für unsere Gesundheit und wirkt sich positiv auf die Heizkostenrechnung aus.

Die Heizleisten ermöglichen eine gezielte Erwärmung der Wände/Flächen, an denen sie in äußerst geringer Bauhöhe/-Tiefe angebracht werden. Diese Wände/Flächen erwärmen sich von unten nach oben und reflektieren diese Wärme langzeitig in den Raum – in gleichbleibenden Temperaturen – zurück.

Die Temperaturunterschiede zwischen Boden und Decke betragen nur noch ca. 1°C. Leichtbauwände sowie Glas haben eine kürzere Wärme-Speicherkapazität als Ziegel oder Kalkstein. Die Auswahl der Wärmeerzeugung (z.B. Öl, Gas, Wärmepumpe, Strom, etc.) spielt dabei keine Rolle.

Vorteile

  • prompte Wärmeleistung
  • wirtschaftlich im Unterhalt
  • energiesparend durch geringe Wasserinhalte
  • mit anderen Heizsystemen kombinierbar (z.B. Fußbodenheizung)
  • unkomplizierte Installation – auch nachträglich
  • relativ preiswerte Anschaffung – Selbstmontage
  • geringe Bauhöhe – optisch ansprechend an Glasflächen
  • vermeidet Feuchtigkeit an Wänden (keine Schimmelbildung)
  • geringe Luftbewegung – dienlich für Allergiker (wenig Staub)

Material

  • die Heizleisten bestehen in ihrem Inneren aus einem Kupfer-Lamellenrohr.
  • äußerlich besteht die Wahlmöglichkeit einer Holzverkleidung in zahlreichen Holzarten bzw. Metallverkleidung in allen gebräuchlichen RAL-Farben
  • für Individualisten bietet sich die Möglichkeit der Optik in Naturstein und Fliesen

Heizgläser

Eine weitere und effektive Lösung sind beheizbare Verglasungen wie beispielsweise gläserne Heizkörper, die zugleich Ansprüche an Ästhetik und Energieeffizienz erfüllen und dem Wintergarten auf angenehme Weise Wärme zuführen.

Heizwirkung

Wintergarten mit Heizgläsern Bild: www.climaplus-securit.com

Wintergarten mit Heizgläsern Bild: www.climaplus-securit.com

Die Heizwirkung von geht direkt vom wärmedämmenden Isolierglas aus. Ein zusätzlicher Heizkörper ist nicht mehr notwendig. Die Verglasung ist immer als Sicherheitsglas ausgeführt und schützt so vor Glasbruch. Sie kann zudem in weiteren Versionen mit Funktionen wie Selbstreinigung und Sonnenschutz kombiniert werden. Eine raffinierte Variante ist Heizglas mit Jalousien im Scheibenzwischenraum. Die Jalousien sind so vor der Witterung geschützt und wartungsfrei.

Gläserne Heizkörper

Gläserne Heizkörper Bild: www.climaplus-securit.com

Gläserne Heizkörper Bild: www.climaplus-securit.com

Ebenso elegant wie wirkungsvoll sind gläserne Heizkörper. Sie bestechen durch pure Ästhetik und entfalteten ganz nebenbei eine wohlige Wärme. Dabei kommt er ohne sichtbare Heizdrähte oder störendes Zubehör aus. Es genügt eine Steckdose, um ihn in Betrieb zu nehmen. Mit Hilfe eines Funk-Thermostats wird der gläserne Heizkörper automatisch geregelt und passt sich optimal an die Bedürfnisse der Bewohner an. Und das nicht nur im Wintergarten, sondern auch im Büro oder Bad.

Wärmepumpen

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Wärmepunpe Installation im Keller
Bild: CC0 Public Domain

Das Klima im Wintergarten gehorcht anderen Gesetzen als das Klima eines Wohnraumes. Im Interesse der meist tropischen und subtropischen Pflanzen sollte die Temperatur im Sommer und im Winter stetes konstant sein.

Dafür sorgen Wärmepumpen, die das Klima selbständig nach Bedarf regeln und kostenlose Energie aus der Umwelt beziehen.

Anlagen wie Luft-Luft-Systeme können sogar als nur heizen. Im Sommer lässt sich die Funktionsweise im Wärmespender umkehren, sodass diese wie eine Kühlanlage funktioniert. Mit entsprechenden Filtern ausgerüstet fungieren solche Systeme gleichzeitig als Luftreinigunggeräte und Geruchsvertilger.

Die Wärmepumpe ist ein geschlossener Kreislauf.

  • ca. 70 % der benötigten Heizenergie werden direkt aus der aufgenommenen Wärmeenergie erzeugt
  • ca. 30 % wird in Form von elektrischer Energie zugeführt

Platzierung der Außengeräte

Wärmepumpe Aussengerät

Wärmepumpe Aussengerät

Obwohl die Außengeräte leise arbeiten (etwa -42dB), sollte bei der Installation darauf geachtet werden, dass sich niemand – weder man selbst noch der Nachbar – durch die Geräusche gestört fühlen. Deshalb ist es sehr wichtig, die richtige Platzierung auszuwählen.

Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Wird das Gerät an der Außenwand befestigt, muß wie beim Innengerät die Tragfähigkeit der Wand überprüft werden. Bei der Aufstellung auf dem Boden ist ein Fundament oder eine Bodenplatte (50 x 100 cm) notwendig. Wer immergrüne Büsche oder Sträucher vor das Außengerät pflanzt, reduziert den Geräuschpegel noch weiter. Besonders praktisch ist es, wenn das Gerät in einem Lichtschacht angebracht werden kann, hier muß allerdings für die Entwässerung gesorgt werden.

Innen- und Wandgeräte

Wärmepumpe Innen- Wandgerät

Wärmepumpe Innen- Wandgerät

Im Innenbereich sind Wandgeräte zum Heizen die beste Lösung. Die kalte Raumluft wird von unten angezogen und sofort erwärmt. Über einen Lüfter wird die warme Luft direkt an die Glas- und Rahmenteile geblasen. Dadurch wird das Material erwärmt und die Bildung von Kondenswasser an den Scheiben verhindert. Das Decken- oder Frontgerät ist als Heizung nur eine Notlösung, zum Kühlen dagegen ideal. Zusätzlich benötigt man hier eine Kondensat-Wärmepumpe.

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