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Donnerstag, 30. Juli 2015
Zitzmann Wintergartenbau

Der Wintergarten lebt vom Glas

Atmosphäre

Bild: CLIMAplusSECURIT-Partner
Saint-Gobian

Die Verglasung erst schafft dieses unnachahmliche Gefühl, draußen und doch geschützt zu sitzen. Sie hat aber auch einen ganz wesentlichen Einfluß darauf, ob ein Wintergarten "funktioniert" oder nicht. Die Fortschritte in der Werkstofftechnik haben sogenannte Funktionsgläser möglich gemacht, die weit mehr können als nur Licht passieren zu lassen. Auf diese Funktionen wollen wir im Folgenden kurz eingehen, weil sie für den Wintergarten von besonderer Bedeutung sind.

Aufgrund des hohen Glasanteils und der relativ geringen Baumasse sind Wintergärten thermisch labil, d.h., sie werden schnell warm, kühlen aber auch schnell wieder aus. Wie schnell beides vor sich geht, hängt vom g-Wert und (u-) k-Wert der Verglasung ab.

Der g-Wert zeigt an, wieviel % der Sonnenenergie, die auf den Wintergarten trifft, das Glas passieren kann. Er steht also für den Energiegewinn des Wintergartens. Der (u-) k-Wert dagegen steht für den Energieverlust des Wintergartens durch die Außenhülle, die ja im Wesentlichen vom Glas gebildet wird.

Die Wärmeleitung wird angegeben durch den U-Wert (früher K-Wert) des Materials bzw. der gesamten Konstruktion.

Sommer / Winter Unterschied

Da zwischen Sommer und Winter große Unterschiede in Sonnenstand und Sonnenscheindauer bestehen, kommen dem g-und dem k-Wert auch je nach Jahreszeit unterschiedliche Bedeutungen zu.

Ein hoher g-Wert bedeutet immer hohen Energiegewinn, was im Winter sicherlich erwünscht ist, um die Heizkosten niedrig zu halten, im Sommer aber zu zusätzlichen Maßnahmen bei Sonnenschutz und Belüftung zwingt.

Ein niedriger k-Wert bedeutet gute Isolation und geringer Wärmeverlust. Auch dieses ist im Winter erwünscht, führt im Sommer aber dazu, dass der Wintergarten eine längere Abkühlphase benötigt.

Besonderheiten der Dachverglasungen

Dachverglasung Innenansicht I
Dachverglasung Innenansicht II
Bilder: Sunshine GmbH

Durch den ungünstigen Einstrahlwinkel der Sonne und durch die besondere elastische Art der Unterkonstruktion treten am Dach höhere thermische und mechanische Beanspruchungen auf als bei der senkrecht durchgeführten Verglasung der Seitenteile.

Zum Schutz vor herabfallenden Gegenständen, beispielsweise aus den Fenstern der oberen Etagen, muß Sicherheitsglas verwendet werden. Die Innenscheibe einer solchen Verglasung muß splitterbindend und verletzungssicher ausgeführt werden. Zu empfehlen ist Einscheiben- bzw. Verbund-Sicherheitsglas. An die sogenannte Überkopf-Verglasung werden regional unterschiedliche Bedingungen gestellt. Die Hersteller bzw. Lieferanten kennen diese Bedingungen und beraten den Bauherrn.

Der Dachneigungswinkel sollte bei der Verwendung von Mehrscheiben-Isolierglas immer größer als 10° sein.

Wie schon an anderer Stelle gesagt, beanspruchen stehende Wasser die Dichtstoffe doch in stärkerem Maße. Je steiler das Dach, desto schneller läuft das Wasser ab.

 

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