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Sonntag, 20. April 2014
Solarlux Wintergarten GmbH

UMFRAGE FRAGEBOGEN WINTERGARTEN

Die Umfrage wurde erstellt von Frau Anita Zenz Anita.Zenz(at)gmx(dot)at

Angeschrieben wurden 140 Firmen in Österreich, die Adressen wurden dem Branchenverzeichnis des elektronischen Telefonbuches www.gelbeseiten.at, Stand Mai 2001, entnommen (Branchen Wintergarten und Wintergartenverschattung). Bis 9.7.2001 langten 50 Fragebögen zum Thema Wintergarten und 44 zum Thema Beschattung ein, die in dieser Auswertung berücksichtigt sind.

1. Seit wann baut Ihre Firma Wintergärten?

Die Auswertung ergibt, daß die Firmen seit durchschnittlich 10 Jahren Wintergärten bauen. Nur 2 Firmen bauen Wintergärten schon länger als 25 Jahre.

2. Wie viele Wintergärten plant/baut Ihre Firma pro Jahr?

Der Durchschnitt liegt hier bei ca. 45 Wintergärten, wobei zwei Drittel auf Zubauten bei Altbauten entfallen.

3. Welches Material wird vorzugsweise für die Rahmen verwendet?

Das bevorzugte Material für die Fensterrahmen ist Aluminium, das von über 60% der Firmen verwendet wird, Holz verwenden 44%, Kunststoff 26% der Anbieter.

4. Welchen U(k)-Wert hat die von Ihnen verwendete Verglasung?

Der eindeutig bevorzugte U(k)-Wert liegt zwischen 1,1 und 1,8 W/m²K. Nur zwei Firmen bauen auch Gläser mit höherem U-Wert ein. Ein Viertel der Anbieter verwendet Verglasungen mit U-Werten unter 1,1 W/m²K.

5. Welchen U(k)-Wert haben die von Ihnen verwendeten Rahmen?

Hier liegt der durchschnittliche U-Wert bei 1,4 W/m²K. Der Großteil der Rahmen liegt zwischen 0,8 und 2 W/m²K. Lediglich zwei Firmen geben niedrigere U-Werte für die Rahmen an, vier Firmen verwenden schlechter gedämmte Rahmen.

6. Welchen Anteil haben üblicherweise die Rahmen an gesamten verglasten Fläche?

Bei 84% der Firmen liegt der Rahmenanteil unter 25%. Die restlichen 16% geben einen Rahmenanteil von 25- 35% an.

7. Wie wird meistens die Trennwand zum Gebäude ausgeführt?

Ca. 50% der Firmen gaben teilweise verglast an, je ein Viertel gab verglast oder Mauer an. Durch die Möglichkeit Öffnung zum Innenraum und der Lichtdurchlässigkeit ergeben sich Varianten für die wärmetechnische Berechnung.

8. Wo werden Speichermassen geplant?

Der Boden des Wintergartens wird als wichtigste Speichermasse gesehen.

9. Welche generellen Formen plant/baut Ihre Firma bevorzugt?

Die Einteilung erfolgte nach der Tiefe (Größe) und der Höhe des Wintergartens, sowie nach der Dachform (schräg/flach, verglast/fest). Die beliebteste Bauform ist ein ein- oder mehrgeschoßiger Wintergarten, über 3 m tief mit schrägem Glasdach. 90% der Firmen geben diesen Dachtyp als bevorzugt an. Wintergärten mit weniger als 2 m Tiefe sind selten, 10% der Firmen bauen auch solche Varianten.

10. Bitte geben Sie die Größe der von Ihnen geplanten Wintergärten an!

Die durchschnittliche Größe liegt bei 19 m². Die Daten einer Firma, die bevorzugt große Wintergärten für die Gastronomie baut, blieben unberücksichtigt. Ansonsten lagen die Angaben über die minimalen und maximalen Flächen zwischen 3 und 100 m².

11. Dämmen Sie die Fundament-Außenseite bzw. die Bodenfläche des Wintergartens?

Diese Frage war etwas unklar formuliert. Gefragt war nach der Dämmung, unabhängig, ob sie bauseits oder vom Wintergartenbauer errichtet wird. Man kann davon ausgehen, daß die meisten Wintergärten mit gedämmten Bodenflächen errichtet werden. Allerdings konnten nur 36% der Firmen Angaben zum U-Wert oder gaben zumindest Isolationsstärken an. Die Angaben zum U-Wert lagen zwischen 0,2 und 1,5 W/m²K.

12. Welcher Bodenbelag wird am häufigsten verlangt?

Der weitaus häufigste Bodenbelag sind Keramikplatten. Sie werden bei 72% der Firmen bevorzugt verlegt. Es folgen Naturstein (28%) und Holz (18%). Einige Firmen gaben Mehrfachnennungen ab.

13. Sind Ihre Wintergärten beheizt?

Diese Frage ist im Zusammenhang mit der Frage 21 nach den Beweggründen zur Errichtung eines Wintergartens zu sehen. Die viel zitierte Rolle des Wintergartens als Energiesparer und Wärmebringer geht durch eine Heizung und gleichzeitige Nutzung als Wohnzimmer im Winter verloren. Hier muß vom Bauherrn eine klare Entscheidung zwischen ganzjähriger Gewinnung von Wohnraum und energetischer Optimierung getroffen werden. Wobei eine energetische Optimierung bei nachträglicher Errichtung ungleich schwieriger ist als beim Neubau eines Hauses. Nur 36% der befragten Firmen bauen auch unbeheizte Wintergärten (oder mit Frostwächter), die bei richtiger Bauweise einen positiven Beitrag zum Energiehaushalt leisten können. Der überwiegende Teil baut beheizte Wintergärten zur Wohnraumerweiterung.

14. Sind Ihre Wintergärten mittels automatischem Lüftungssystems (Temperaturfühler/ Klappen) in das Gesamtenergiekonzept des Hauses eingebunden?

Automatische Lüftungssysteme werden oft eingebaut. Nur 4% der Firmen bauen nie welche ein, 16% immer. Man kann davon ausgehen, daß 50% aller Wintergärten mit einer Lüftungsanlage ausgerüstet werden.

15. Führen Sie für Ihre Kunden wärmetechnische Berechnungen durch?

Ungefähr die Hälfte der Firmen führt zumindest manchmal Berechnungen durch. Nur 10% der Firmen gab an, immer eine wärmetechnische Berechnung durchzuführen.

16. Wenn ja, wie führen Sie die Berechnungen durch?

Genaue Angaben zur Methode oder Umfang machte keine Firma. Die händische Berechnung überwiegt. Die Berechnung dürfte oft an Spezialisten vergeben werden.

17. Wie lösen Sie das Problem der sommerlichen Überhitzung?

Neben der Auswahl der Verschattung innen oder/und außen gab es einige Angaben unter sonstiges, auf die in der Diplomarbeit aus energetischer Sicht eingegangen wird. Es sind dies der Einbau von Klimageräten (gaben 4 Firmen an), der Einbau von Sonnenschutzglas sowie effektive Möglichkeiten der Lüftung bis hin zu versenkbaren Wänden (Aktivwand).

18. Wieviel % der Verglasung lassen sich durchschnittlich zum Lüften öffnen?

Im Schnitt wurden 30-40% angegeben. Es wird die ganze Bandbreite von unter 20% bis über 50% abgedeckt.

19. Wo befinden sich die Lüftungsöffnungen?

Neben den oft ausgeführten Möglichkeiten der Querlüftung und vertikalen Lüftung, wurden oft auch Dachlüftungen und Schiebeelemente als zusätzliche Möglichkeit angegeben.

20. In welchen Orientierungen bauen Sie Ihre Wintergärten?

Die Auswertung ergab folgende Aufteilung nach Himmelsrichtungen:

Süden: 49%

Westen: 26%

Osten: 17%

Norden: 8%

Dieses Ergebnis unterstreicht, wie auch schon die Frage nach der Beheizung, das Ergebnis von Frage 21, wonach die Wohnraumerweiterung der überwiegende Beweggrund für einen Wintergarten ist. Aus energetischen Gesichtspunkten wäre eine Südausrichtung mit entsprechender Planung zur Vermeidung von Überhitzung anzustreben.

21. Welche Beweggründe haben Ihre Kunden für die Errichtung eines Wintergartens?

92% gaben die Wohnraumerweiterung als Beweggrund an, nur 28% das Energiesparen und 10% das Gewächshaus. Zusätzlich wurden noch folgende Beweggründe angegeben:

  • ganzjährige Nutzung von Terrassen,Terrassenanbau
  • Restaurant/ Badlandschaft
  • Büro/ öffentliches Gebäude
  • helle Wohnatmosphäre
  • Lebensgefühl, Lebensqualität
  • Wohnqualität
  • Sonneninsel
  • Entspannungsoase
  • Luxus
  • helle, sonnige Oase
  • Status
  • Oase der Ruhe und Erholung

FRAGEBOGEN WINTERGARTENVERSCHATTUNG

1. Seit wann baut/verkauft Ihre Firma Beschattungssysteme für Wintergärten?

Die Auswertung ergibt hier wie auch im anderen Fragebogen, daß die Firmen seit durchschnittlich 10 Jahren Beschattungssysteme verkaufen. Nur eine Firma produziert schon länger als 25 Jahre.

2. Für wieviele Wintergärten plant/baut Ihre Firma die Beschattung pro Jahr?

Der Durchschnitt liegt hier bei 33 Aufträgen.

3. Welche Produkte bieten Sie an?

Nur 3 Firmen produzieren eigene Fabrikate.

4. Für welche Flächen bieten Sie Produkte an?

Jeweils über 80% der Firmen bieten Produkte für senkrechte und schräge Flächen an. Für waagrechte Flächen nur 50%.

5. Welche Art der Wintergartenbeschattung planen Sie hauptsächlich?
6. Bei außen liegender Beschattung: Welche Systeme bieten Sie an?
7. Bei innen liegender Beschattung: Welche Systeme bieten Sie an?

Es werden von vielen Firmen außen- und innen liegende Beschattungen angeboten. Bei den außen liegenden Systemen dominieren Schrägschlittenmarkisen (60%). Lattenrollos und drehbare Lamellen bieten nur 8 bzw. 12% der Firmen an. Ansonsten wurden noch Dachrolläden, starre Lamellen, Markisenrollos, Wintermarkisen und Markisoletten genannt. Bei innen liegenden Systemen dominieren Textil-Raffstore oder Rollos vor Jalousien und Vorhängen. Zusätzlich genannt wurden noch senkrechte Lamellen (Lamellenvorhänge).

8. Planen Sie Regelungseinrichtungen zur automatisierten Beschattung des Wintergartens?

Solche Einrichtungen sind mittlerweile üblich, fast 60% der Beschattungssysteme haben auch Möglichkeiten zur Automatisierung.

9. Führen Sie für Ihre Kunden wärmetechnische Berechnungen durch, die die Wirksamkeit der Beschattung aufzeigen?
10. Wenn ja, wie führen Sie die Berechnungen durch?

Es gilt Ähnliches wie bei den Wintergärten selbst.

11. Welche Beweggründe haben Ihre Kunden zum Anbringen der Beschattungssysteme?

Der Zweck des Hitzeschutzes überwiegt (83%) vor dem Sichtschutz (52%) und dem Blendschutz (35%). Als zusätzliche Beweggründe wurden Dekoration, Schallschutz und ganzjährige Nutzungsmöglichkeit genannt.

 

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