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Mittwoch, 20. August 2014
Schennjesse Bausatz

Fußbodenbeläge im Wintergarten

Gut geeignet für Wintergarten

Für Keramik, Naturstein, Holzpflaster oder -roste aus breiten Dielen spricht, daß sie eher den Charakter eines Terrassenbelags aufgreifen und damit die Mittlerfunktion des sonnenverwöhnten Lichtraumes zwischen innen und außen unterstreichen.

Ein Fliesen- und Plattenbelag hat auch den Vorteil, daß er robust und pflegeleicht ist. Und dies ist eben in vielen Glasräumen doch sehr wichtig, da darin gerne - sinnvoll in Anzahl und Größe - üppige Grün- und Blütenpflanzen aufgestellt werden.

Bedingt geeignet für Wintergarten

Reizvoll kann daneben die Kombination von verschiedenen Belägen sein - erst recht dann, wenn Ihr Wintergarten zum Beispiel durch Stufen in verschiedene Bereiche gegliedert ist, die Sie auch unterschiedlich nutzen möchten. So kann etwa für eine Spielecke ein Holzbelag angenehmer, für Eingang und Pflanzbereich dagegen ein strapazierfähiger Fliesenboden nützlicher sein. Und in gewisser Weise wird Ihre Entscheidung auch dadurch beeinflußt werden, ob Sie eine Fußbodenheizung integrieren möchten.

Gut für den Wintergarten geeignet

Fliesen

Wintergarten FliesenbodenDer klassische Bodenbelag für den Wintergarten ist die Keramik glasiert/unglasiert:

  • Feinsteinzeug
  • Steingutfliesen
  • Terracotta
  • Mosaik - Glasmosaik
  • Marmorfliesen, Granitfliesen
  • etc.

 

Vor allem bei Fußbodenheizungen ist die Fliese ein ökonomischer Wärmeleiter und bei kalten Wintergärten sollten forstsichere Exemplare perfekt eingesetzt werden. Je nach Nutzungsbedarf des Wintergartens muß die Abriebsklassifizierung Beachtung finden.

Eine exorbitante Auswahl an Mustern, Farben und Formen lässt keine Designwünsche offen. Aktuell im Trend liegen Mosaikfliesen mit eingebauten Beleuchtungskörpern in den Farbauswahlen Kiwi, Mango oder Blueberry.

Keramik ist ein reines Naturprodukt (Erde) - geruchsneutral, langlebig, Licht unempfindlich, gebrauchsstark, hygienisch, antistatisch, pflegeleicht, etc. Für den Wintergarten und seine klimatischen Bewandtnisse bestmöglich ist der Einsatz von flexiblem Fliesenkleber und Fugenspachtel. Um Rutschpartien vorzubauen, können eigens gefertigte, transparente, wasserlösliche Anstriche verarbeitet werden.

Naturstein

Fussboden Wintergarten NatursteinNaturstein - poliert -bruchrauh -gesandstrahlt - geflammt - gilt als edel und unverwüstlich. Seine Herkunft ist, angesichts der Globalisierung, zwischenzeitlich international und somit in unzähligen optischen Facetten präsent. Als Natursteinbelag bezeichnet der Fachhandel:

  • Marmor
  • Kalkstein
  • Sandstein
  • Granit
  • Gneis
  • Quarzit
  • Schiefer
  • Porphyr

Polierter Stein ist rutschgefährlich und demzufolge für den Wintergarten nur begrenzt zu befürworten. Marmor - kann durch spezielle Laser- oder Chemikalienbehandlung rutschsicher, trotz polierter Optik, aufbereitet werden - ist ein weiches Gestein und infolgedessen nicht frostsicher, also nur für Warmwintergärten und Pflege zu befürworten.

Geflammte Natursteine sind mit extremer Hitze Oberflächen behandelt und durch die dabei abgeplatzte Erstschicht rauh und rutschfest. Bruchrauhe Natursteine - zumeist Schiefer - sind gesprengte Naturplatten in unterschiedlichen Formen und Stärken. Wer indes die ebene und doch rutschfeste Oberfläche favorisiert, sollte gesandtstrahlte Natursteine verlegen.

Bedingt gut für den Wintergarten geeignet

Parkett

Wintergarten Fussboden Parkett

Repräsentativ und wohnlich zugleich wirkt ein Parkettbodenbelag. Egal ob als Schiffsboden, Dielenboden, Stabparkett oder in Mustervariation (z.B. Mosaik) verlegt - neueste Materialverarbeitungen des nachwachsenden Rohstoffes geloben enorme Strapazierfähigkeit, mühelose Pflege sowie mustergültige Abstimmungen der Holzart zum Wohnrauminterieur und ihrer Nutzungsbestimmung.

Massivparkett

Wie sein Name bereits avisiert, besteht der Parkett aus Hartholz und wird unmittelbar auf dem Estrich verklebt. Seine Stärke ist generell gebräuchlich 10 mm, Stabsparkett ist in bis zu 24 mm käuflich und daher für den Wintergarten, mit Anbindung zum Garten, zweckdienlicher. Alternative: Industrieparkett - noch bemerkenswertere Robustheit, günstiger Preis.

Lacke oder Öle schützen den Holzbelag vor Beanspruchung und Feuchtigkeit (jedoch niemals starker Nässe aussetzen). Dabei ist Ölen/Wachsen die ursprünglich angewandte Methodik und lässt das Holz in erster Linie natürlich und lebendig erscheinen, schützt vor Kratzern. Öle lassen darüber hinaus das Holz atmen und verwerten die im Raum entstehende Luftfeuchtigkeit bewährter.

Wer eine hochglänzende Optik sowie fazilere Pflege bevorzugt, sollte jedoch eine lösungsmittelarme, wasserlösliche Lackversiegelung erwählen. Während Öl jährlich aufgetragen werden sollte, können Lackschichten bis zu 12 Jahre und länger Haltbarkeit nachweisen.

Fertigparkett

Das Merkmal des Fertigparketts ist ein mehrschichtiger Holzaufbau - Oberfläche Holzfurnier, darunter Nutzschichten. Auslieferung erfolgt werkseitig bereits mit fertig aufgetragener Oberflächenbehandlung, Feuchtigkeitsversiegelt. Fertigparkett kann ebenso geklebt - nachhaltiger Gehörschall - gleichwohl schwimmend verlegt werden. Neueste Verlegart ist die Klicktechnik.

Laminat

Wintergarten LaminatfussbodenLaminat (Schichtpressstoff) erscheint rein optisch in gleicher Qualität wie Parkett, ist jedoch ein hochwertiges (Kunst-)Produkt, das der Raumluftfeuchte strotzt. Seine Eigenschaft sind dem Parkett ähnlich, jedoch ist das Preisverhältnis bei Weitem erschwinglicher - Achtung: starke Qualitätsunterschiede.

Einziger Nachteil ist der etwas geräuschvolle Trittschall, dem allerdings bei professioneller Verlegung in Klicktechnik entgegen gewirkt werden kann. Die Ausbesserung von Schadstellen ist durch das Wechseln eines einzelnen Elementes unkompliziert und selbständig zu bewerkstelligen. Nachhaltiger Pflegeaufwand entfällt, Rutschfestigkeit ist gegeben.

In Punkto Ökologie hat der Laminat deutliche Fortschritte gemacht.

Vorteile:

  • widerstandsfähig
  • wenig Pflegeaufwand
  • selbständiges Ausbessern möglich
  • Feuchtigkeit resistent
  • kostengünstig
  • Flecken unempfindlich
  • Abriebfestigkeit
  • langlebige Lichtechtheit
  • Treppenstufenverwendung

Bildnachweis: Es wurden Bilder der Fa. Sunshine und Fa. Solarlux verwendet

Kork

Kork wird vorzugsweise aus der Baumrinde der Korkeiche gewonnen und ist somit ein ständig nachwachsender Naturrohstoff, der zum absoluten Trendbelag avancierte. Die Bäume können ca. alle 10 Jahre geschält werden, ohne selbst dabei Schaden zu nehmen.

Als Bodenbeläge werden Korkplatten (-Fliesen) sowie Korkparkett in allen RAL-Farben im Handel angeboten, dessen vollflächige Verklebung nach einer notwendigen Raumaklimatisierung (gegen späteres Verziehen der Platten) die beste Verlegtechnik darstellt. Die Oberflächenbehandlung schließt sich der des Parketts an - wachsen/ölen oder versiegeln.

Kaum ein anderer Fußbodenbelag isoliert so perfekt wie Kork. Dabei ist er hochelastisch - Abdrücke von Möbeln verschwinden fast gänzlich - und somit beim Begehen Gelenk schonend. Kork ist bestens für Allergiker - vor allem bei Hausstaub - geeignet (von Natur aus Fäulnisresistent), die Pflege schließt sich dem Parkett an.

Linoleum

Linoleum (deutsch: Leinöl) ist ein Naturprodukt aus Leinöl, Kork, Holz, Kalkstein, Jute und Harz, das bereits Mitte des 19. Jahrhunderts als Bodenbelagsmaterial durch einen Engländer erfunden wurde.

Heutzutage wird Linoleum in der gleichen Verlegtechnik wie Parkett (zumeist schwimmend) verlegt. Die dabei vorgegebene Nut- und Federkonstruktion erleichtert diesen Vorgang. Linoleum ist ein strapazierfähiger (allerdings Druck empfindlicher), antibakterieller Bodenbelag mit geringstem Trittschall sowie angenehm Fuß wärmend.

Im Fachhandel erhältlich sind unzählige Farb- und Musterkombinationen, die ein individuelles, kreatives Geschmackserlebnis ermöglichen. Die Pflege ist hygienisch und einfach. Staunässe ist zu vermeiden, ansonsten kann mit Spezialreiniger, Staubsauger oder Besen hantiert werden.

Teppiche

Der gewebte oder geknüpfte Teppich im Wintergarten findet seine Berechtigung häufig unter Sitzgruppen sowie als Accessoire (Brücken). Neue Oberflächenveredelungen und außergewöhnliche Strukturen verhelfen ihm immer mehr zum gern gebrauchten Alternativobjekt.

Metall- (durch Lichtreflexion schimmernder Effektfaden), Stein- (Kieselsteintextur) und Holzoptik (z.B. Bambus-Look) eröffnen neue Kreativlösungen, die Verarbeitung ist Industrieboden geeignet (Flachfloor), idealer Weise mit Teflonfaserschutz ausgerüstet. Wichtigste Kriterien sind hierbei antistatisch, schwer entflammbar, schmutzabweisend.

Die Druckstellensichtbarkeit ist bei Teppichen - wenn auch wirksam korrigiert - immer noch ein Manko. Eine Vollflächenverklebung aufgrund der klimatischen Verhältnisse im Wintergarten ist ratsam, Kleinflächen (bis ca. 20 qm) können mit einer Eckfixierung verlegt werden.

Neueste technische Erfindung ist ein Art Katalysator auf der Rückseite des Teppichbodens . Er wandelt existente Schadstoffe (z.B. Tabakrauch, Formaldehyd, etc) im Raum in natürliche Bestandteile der Luft um.

PVC

Ein reiner Kunststoffbodenbelag ist PVC = Polyvinylchlorid. Seine Verlegung ist in der Anwendung dem Teppichboden gleich. Ein großer Nachteil ist seine mangelnde Ökologie in Herstellung und Entsorgung.

Als guter Isolator eignet er sich vor allem im unbeheizten Wintergarten. Leichte Pflege, Abriebfestigkeit, Lichtbeständigkeit, Allergiker geeignet, resistent gegen Feuchte sowie schwer entflammbar sind seine Vorteile.

Naturstein - Pflege

Natursteine sind bei glatter Oberfläche pflegeleicht - annähernd der Keramik. Aufgerauhte Oberflächen erfordern eine diffizile Reinigung. Zum Einsatz kommen neben stark saugfähigen Reinigungstüchern, weiche Bürsten und Glashobel. Für jeden Art von Naturstein ist heutzutage ein Spezialgrundreinigungsmittel käuflich.

 

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