Na, da haben wir ja schon die Ursache oder ist es eher die Wirkung...Frage nach Henne und Ei...

Ich gehe mal davon aus, dass die Temperatur dicht an den Glasscheiben und Aluprofilen deutlich niedriger ist, als im Wiga selbst und vorallem in den dazu offenen Räumen. Entscheident für den Kondensatausfall ist dann der Taupunkt, abhängig von Temperatur, rel. Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Taupunkt liegt z. B. bei 20° Lufttemperatur und 40% rel. Luftfeuchte um die 6°, bei 23° Lufttermperatur und 60% rel. Luftfeuchte schon mit fast 15° zweieinhalbmal so hoch. Das Kondensat fällt dann zuerst an den kältesten Bauteilen, bei dir die Aluprofile, aus. Würdest du diese - wie auch immer - dämmen, lief das Wasser wohl mit hoher Wahrscheinlichkein an den Glasscheiben runter...
Ohne Wärmebedarfsberechnung gemacht zu haben, ist aber davon auszugehen, dass ein Wiga mit 40m² Grundfläche (100m³ Rauminhalt?) sicherlich bei weitem nicht mit 3 kw Heizleistung annähernd auf Wohnraumtemperatur gebracht/gehalten werden kann. Also müssen die dahinterliegenden Räume diesen mitheizen.
Da der Wiga zum Haus hin dampfdiffionsoffen ist, erfolgt mit dem Wärmetransfer auch ein Feuchtigkeitstransfer nach physikalischem Gesetz in der Richtung von feucht-warm nach kühl-trocken. Die Wärme geht dem Wiga durch Scheiben und Profile verloren, die Feuchtigkeit reichert sich dort immer mehr an, da Glas und Alu sehr dampfdicht sind und die "verlorene Wärme" von den Wohnräumen stetig wieder aufgefüllt wird. Der Luftentfeuchter kann m. E. nur wenig bringen, da ja aus den Wohnräumen stetig neuer Wasserdampf nachströmt und der Temperaturunterschied zwischen Aluprofilen / Glasoberfläche und Wohnraumtemperatur sehr groß sein dürfte.
Luft kann abhängig von der Temperatur unterschiedlich viel Wasser binden, z. B.
30° Luft bei 60% rel. Luftfeuchte enthalten 18.2 g/m³
20° Luft bei 60% rel. Luftfeuchte enthalten 10.4 g/m³
10° Luft bei 60% rel. Luftfeuchte enthalten 5.6 g/m³
30° Luft bei 30% rel. Luftfeuchte enthalten 9.1 g/m³
20° Luft bei 30% rel. Luftfeuchte enthalten 5.2 g/m³
10° Luft bei 30% rel. Luftfeuchte enthalten 2.8 g/m³
Wieviel Wasser tat. in deiner Raumluft ist kannst du damit überschlägig schätzen und die Größenordnung des Kondensatausfalls realistisch einschätzen. Wenn du ein genaues Thermometer und Hygrometer hast kannst du neben die Außentemperaturen die Werte aus den Wohnräumen, dem Wiga allgemein und ganz dicht an den Scheiben im Tag-/Nachtverlauf mal erfassen und hier rein stellen. Falls du ein Thermometer zur Oberflächentemperaturmessung hast, die entsprechenden Werte der Glasscheiben und Aluprofile ebenfalls.
Grundsätzlich gibt es zur Beseitigung des Problems drei Lösungsansätze:
- Wärmeverlust durch die Wintergartenhülle minimieren
- Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und Wintergartenhülle verringern
- Dampfdiffussion in den Wiga bremsen