Feuchtigkeit im Wintergarten an Aluprofil

Fragen technischer Natur zum Thema Wintergarten

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Feuchtigkeit im Wintergarten an Aluprofil

Beitragvon ini-unicorn7 » Di 4. Jan 2011, 16:21

Hallo
habe probleme mit meinem wintergarten da er verstärkt an den aluprofilen kondenswasser bildet
gibt es eine möglichkeit diese kältebrücke zu verhindern
gruß
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Re: Feuchtigkeit im Wintergarten an Aluprofil

Beitragvon Martin » Do 6. Jan 2011, 09:40

Wenn die Aluprofile die Wärmebrücken sind, wirst du wohl an der Ursache ohne Totalsanierung nix ändern können. Bleibt nur das eigene Nutzungsprofil anzupassen. Auch könen die Symtome minimiert werden, also durch häufiges Lüften die Kondensatbildung weitestgehend einzudämmen. Hilfreich dafür ist natürlich, wenn keine warme Raumluft aus den Wohnräumen in den Wiga fließen kann.

Ist der Wiga als Wohnwintergarten mit automatischer Steuerung von Be- und Entlüftung, Beschattung usw. konzipiert und gebaut oder ist es eher ein verglaster Balkon, Veranda etc.?

Ist der Wiga offen zum Haus oder durch eine Balkon-/Terrassentüre thermisch getrennt?

Ist der Wiga beheizbar, wenn ja wie?

Welche Wärmedämm- bzw. -durchlasswerte haben Scheiben und Profile?
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Re: Feuchtigkeit im Wintergarten an Aluprofil

Beitragvon ini-unicorn7 » Do 6. Jan 2011, 12:52

Danke erst mal für die antwort

also die beschattung habe ich automatisiert die werte des glases weiß ich allerdings nicht da ich das haus erst gekauft habe ich weiß nur das es ein schüko wintergarten ist mit ca 40 m² ja er ist offen zum haus
nur mit einem lamellenvorhang getrennt
haizung ist vorhanden normal zentralheizkörper mit ca 3 kW desweiteren habe ich schon einen raumentfeuchter aufgestellt
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Re: Feuchtigkeit im Wintergarten an Aluprofil

Beitragvon Martin » Do 6. Jan 2011, 16:13

Na, da haben wir ja schon die Ursache oder ist es eher die Wirkung...Frage nach Henne und Ei...;-)

Ich gehe mal davon aus, dass die Temperatur dicht an den Glasscheiben und Aluprofilen deutlich niedriger ist, als im Wiga selbst und vorallem in den dazu offenen Räumen. Entscheident für den Kondensatausfall ist dann der Taupunkt, abhängig von Temperatur, rel. Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Taupunkt liegt z. B. bei 20° Lufttemperatur und 40% rel. Luftfeuchte um die 6°, bei 23° Lufttermperatur und 60% rel. Luftfeuchte schon mit fast 15° zweieinhalbmal so hoch. Das Kondensat fällt dann zuerst an den kältesten Bauteilen, bei dir die Aluprofile, aus. Würdest du diese - wie auch immer - dämmen, lief das Wasser wohl mit hoher Wahrscheinlichkein an den Glasscheiben runter...

Ohne Wärmebedarfsberechnung gemacht zu haben, ist aber davon auszugehen, dass ein Wiga mit 40m² Grundfläche (100m³ Rauminhalt?) sicherlich bei weitem nicht mit 3 kw Heizleistung annähernd auf Wohnraumtemperatur gebracht/gehalten werden kann. Also müssen die dahinterliegenden Räume diesen mitheizen.

Da der Wiga zum Haus hin dampfdiffionsoffen ist, erfolgt mit dem Wärmetransfer auch ein Feuchtigkeitstransfer nach physikalischem Gesetz in der Richtung von feucht-warm nach kühl-trocken. Die Wärme geht dem Wiga durch Scheiben und Profile verloren, die Feuchtigkeit reichert sich dort immer mehr an, da Glas und Alu sehr dampfdicht sind und die "verlorene Wärme" von den Wohnräumen stetig wieder aufgefüllt wird. Der Luftentfeuchter kann m. E. nur wenig bringen, da ja aus den Wohnräumen stetig neuer Wasserdampf nachströmt und der Temperaturunterschied zwischen Aluprofilen / Glasoberfläche und Wohnraumtemperatur sehr groß sein dürfte.

Luft kann abhängig von der Temperatur unterschiedlich viel Wasser binden, z. B.

30° Luft bei 60% rel. Luftfeuchte enthalten 18.2 g/m³
20° Luft bei 60% rel. Luftfeuchte enthalten 10.4 g/m³
10° Luft bei 60% rel. Luftfeuchte enthalten 5.6 g/m³

30° Luft bei 30% rel. Luftfeuchte enthalten 9.1 g/m³
20° Luft bei 30% rel. Luftfeuchte enthalten 5.2 g/m³
10° Luft bei 30% rel. Luftfeuchte enthalten 2.8 g/m³

Wieviel Wasser tat. in deiner Raumluft ist kannst du damit überschlägig schätzen und die Größenordnung des Kondensatausfalls realistisch einschätzen. Wenn du ein genaues Thermometer und Hygrometer hast kannst du neben die Außentemperaturen die Werte aus den Wohnräumen, dem Wiga allgemein und ganz dicht an den Scheiben im Tag-/Nachtverlauf mal erfassen und hier rein stellen. Falls du ein Thermometer zur Oberflächentemperaturmessung hast, die entsprechenden Werte der Glasscheiben und Aluprofile ebenfalls.

Grundsätzlich gibt es zur Beseitigung des Problems drei Lösungsansätze:
- Wärmeverlust durch die Wintergartenhülle minimieren
- Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und Wintergartenhülle verringern
- Dampfdiffussion in den Wiga bremsen
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Re: Feuchtigkeit im Wintergarten an Aluprofil

Beitragvon multiraum » Mi 2. Feb 2011, 17:32

Ich hatte das Problem auch trotz Fußbodenheizung und Berücksichtigung einer effektiven Lüftung. Eine kostengünstige Lösung gibt es. Seitdem ich den WG mit Infrarot Heizkörpern betreibe, gibt es keine Feuchtigkeit und die unmittelbare Folge -Schimmel- nicht mehr. Die Umstellung vom Konvektions Heizprinzip zur Strahlungswärme war in der Anschaffung und bei den Betriebskosten ok. Der Einsatz von Thermostat, Schaltuhr und die Steuerung über z.B. Handy haben die Kosten drastisch gesenkt.
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Re: Feuchtigkeit im Wintergarten an Aluprofil

Beitragvon Martin » So 6. Feb 2011, 18:08

Hallo multiraum,

dein Posting kann ich nicht so richtig interpretieren... Eine Fußbodenheizung hat ebenfalls einen sehr hohen Strahlungsanteil... wie kommst du auf die Idee, von "Konvektions" auf Strahlungswärme umgestellt zu haben?

Hast du eigentlich die Fußbodenheizung abgeschaltet oder hast du die Infrarot Heizkörper zusätzlich installiert?

Wieviel kw-Leistung hat deine Fußbodeheizung tat. gebracht, wieviel bringen die Infrarot Heizkörper? In der Regel reicht eine Fußbodenheizung im Wiga nämlich alleine nicht aus, da der Wärmebedarf locker 3x so hoch ist wie in einem "normalen" Raum!

Da Strahlungwärme primär nicht die Luft, sondern Körper und Gegenstände auf die sie trifft, erwärmt, hast du eine kluge Entscheidung getroffen. Fußbodenheizungen sind meist träge, Infrarot Heizkörper jedoch deutlich schneller wirkend. Da Glas für Infrarotstrahlung nahezu undurchlässig ist, erwärmst du mit den Infrarot Heizkörpern (angebracht an der Innenwand?) die Oberflächen der Raumhülle.

Die Wärmebrücken (Glas und Profile) bleiben, jedoch ist durch die Beheizung die Oberflächentemperatur nicht mehr drastisch niedriger als die Raumtemperatur und es fällt kein oder nur noch wenig Kondensat an.

Soweit etwas Theorie...;-) Wie groß ist dein Wiga, welche Verglasung, zum Wohnraum thermisch getrennt?
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Re: Feuchtigkeit im Wintergarten an Aluprofil

Beitragvon multiraum » Mo 7. Feb 2011, 10:36

Hallo Martin,
die Fußbodenheizung habe ich abgeschaltet. Das war ein Zweikreis System- 1x Süd-, 1x Westseite. Den Infrarotheizkörper habe ich an einer Innenwand installiert. Ein Leihgerät mit 800W Leistung. Der WG ist ca. 12m² groß. Die Fußbodenheizung hat, da hast Du recht, auch einen Strahlungsanteil- aber der ist gering. Die Infrarot Heizungstechnik erfordert einen sehr hohen Beratungsbedarf. Das ist bei seriösen Anbietern auf deren Homepages zu beobachten. Das ist die Theorie. Richtwerte sind eigentlich im Prinzip immer gleich nachzulesen-
ca 60-80W/m² für winterfeste bzw.Wintergärten mit Wohnraumqualität.
Neben dem Kostenfaktor war für mich der Gesundheitseffekt (zB Allergien) ein wesentliches Kriterium. Meine Erfahrung nach diesem Wintereinbruch geht zu mind. 2 Heizkörpern an verschiedenen Stellen an den Innenwänden. Die Verbindung zum Wohnzimmer sind eine Glastür und ein Fenster, was aber entfernt werden soll.
Da das erst mein 2. Beitrag ist, bin ich mit den Gepflogenheiten noch nicht so vertraut, wie ich an der Verbesserung Deiner WG Behaglichkeit direkt mitwirken kann.
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Re: Feuchtigkeit im Wintergarten an Aluprofil

Beitragvon erdmann » Mi 9. Feb 2011, 16:49

also ich kann von ähnlichem problem berichten, nur das die feuchtigkeit, meiner meinung nach, aus dem neu verlegten estrich kommt. leider war die firma nicht in de lage ein gefälle herzustellen und nun ist der estrich fast zu 100% gerade:( könnte die feuchtigkeit vlt. daher kommen? was für möglichkeiten gibt es jetzt um dieses problem zu lösen? die erwähnte firma möchte ich ungern zu rate ziehen, da sie erstens murks gebaut haben und zweitens auch viel zu teuer waren. ich habe mal im internet recherchiert und habe zum thema estrich verlegen den hinterlegten link gefunden. wie funktioniert so etwas und bereits jemand mit so etwas erfahrungen sammeln können? bin für jeden rat dankbar!
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Re: Feuchtigkeit im Wintergarten an Aluprofil

Beitragvon Martin » Do 10. Feb 2011, 16:20

erdmann hat geschrieben:also ich kann von ähnlichem problem berichten, nur das die feuchtigkeit, meiner meinung nach, aus dem neu verlegten estrich kommt.


wo die Feuchtigkeit herkommt, von Pflanzen, Menschen oder dem Estrich ist doch erst einmal Nebensache, wenn es bei 40-50% rel. Luftfeuchte zu übermäßiger Kondensatbildung an Scheiben oder Profilen kommt, sind Wärmebrücken dafür verantwortlich. Erst wenn die rel. Luftfeuchte über 60% liegts an zu hohem Wassereintrag und/oder zu geringes Lüften/Heizen...

erdmann hat geschrieben:leider war die firma nicht in de lage ein gefälle herzustellen und nun ist der estrich fast zu 100% gerade

Da versteh ich nicht, was du meinst??? Gefälleestrich macht man ja nur, wenn man Gefälle zum Wasserablauf benötigt, nicht aber IM Gebäude...???
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Re: Feuchtigkeit im Wintergarten an Aluprofil

Beitragvon erdmann » Do 17. Feb 2011, 20:40

habe mich vlt. ein wenig falsch ausgedrückt, sorry! der estrich mit gefälle sollte natürlich einen schnellen ablauf großer wassermengen ermöglichen, klar! habe vergessen dazu zu sagen, dass die besagte firma nicht nur unseren balkon gemacht hat. den estrich im wintergarten meinte ich damit natürlich nicht:) in der regel werden diese doch als verbundstriche ausgeführt, oder?! die estrichlehren sollten sternförmig mit einem gefälle von 2% geführt werden, was aber nicht geschehen ist. kannst du denn was zu dem link sagen,den ich gepostet habe?! bräuchte langsam mal echt hilfe, aber weiß nicht an wen ich mich wenden soll...
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