Bodenheizung bis an Wintergartenrand?

Fragen technischer Natur zum Thema Wintergarten

Moderator: ClaudiaC

Bodenheizung bis an Wintergartenrand?

Beitragvon danik » Mi 7. Sep 2011, 09:00

Hallo

Ich beabsichtige meinen WG mit einer Elektro-Fussbodenheizung auszustatten, um bei Bedarf (z.b. mal ein Fest am Abend) etwas zu heizen (WG ist nach Süden ausgerichtet und Isoliert), jedoch keine permanente Beheizung. Die Frage stellt sich mir, ob die Heizmatte auf der ganzen Fläche installiert werden soll (rund 28 m2) oder ob es Sinn macht nur im Bereich Tisch die Heizmatte zu installieren. Es ist eine Heizmatte mit 200 Watt/m2 vorgesehen.

Für Infos und Erfahrungen bin ich dankbar.
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Re: Bodenheizung bis an Wintergartenrand?

Beitragvon Habschoneinenwiga » Do 8. Sep 2011, 08:41

danik hat geschrieben:Hallo

Ich beabsichtige meinen WG mit einer Elektro-Fussbodenheizung auszustatten, um bei Bedarf (z.b. mal ein Fest am Abend) etwas zu heizen (WG ist nach Süden ausgerichtet und Isoliert), jedoch keine permanente Beheizung. Die Frage stellt sich mir, ob die Heizmatte auf der ganzen Fläche installiert werden soll (rund 28 m2) oder ob es Sinn macht nur im Bereich Tisch die Heizmatte zu installieren. Es ist eine Heizmatte mit 200 Watt/m2 vorgesehen.

Für Infos und Erfahrungen bin ich dankbar.

Bei einem Fest im Sommer brauchst Du die Heizung nicht und im Winter wird Dir die Heizleistung (trotz Süden und isoliert) wohl nicht reichen (außer Du fängst schon Tage vorher zu heizen an). Alternativ könntest Du und Deine Gäste schon vorab genug "Frostschutzmittel" einnehmen. ;)

Wir haben eine FBH im gesamten Bodenbereich und Unterflurkonvektoren vor den Fenstern. Im Winter werden beide Kreis nur leicht temperiert (ginge auch höher). Wenn tagsüber die Sonne scheint ist es schnell warm, man hat keine kalten Füße (wegen der FBH) und es gibt dank der Konvektoren kein Zuggefühl von den Scheiben.
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Re: Bodenheizung bis an Wintergartenrand?

Beitragvon Martin » Di 4. Okt 2011, 18:28

Hallo danik,

deine Absicht, den Wiga "gelegentlich" beheizen zu können, ist nur zu verständlich. Dies mit elektrischem Strom tun zu wollen, jedoch eine der teuersten Varianten (kw/h Strom ca. 23 Cent). Wenn es dir wirklich nur darum geht, an Weihnachten, Silvester und Ostern den Wiga auf "Feiertemperatur" zu bringen, sieht das Verhältnis Investitionskosten zu Verbrauchskosten natürlich anders aus, als wenn du zehn, zwölf oder mehrmals im Jahr den Wiga heizt. Ein ständig oder öfters beheizter Wintergarten ist übrigens sowohl energetischer als auch wirtschaftlicher Schwachsinn, soweit sind wir uns einig? Deine Elektroheizmatten können aber immer nur ein Notbehelf sein, eine Fußbodenheizung alleine ist für einen Wintergarten i. d. R. bei weitem nicht ausreicht, um diesen ausreichend zu erwärmen. Selbst wenn deine Scheiben 1,1er Gläser wären, würde der sog. Strahlungszug der Scheiben schon ab -5° Außenlufttemperatur als sehr unangenehm wahrgenommen werden, bei schlechteren Gläsern schon bei deutlich höheren Außentemperaturen. Selbst moderne Scheiben haben immer noch einen mind. dreifach höheren Wärmedurchlass als massive Außenwände und haben daher eine viel höhere Oberflächentemperatur. Beim Wiga ist dass durch den überwiegenden Glasanteil somit sehr ausgeprägt. Als Gegenmaßnahme werden gerade vor den Fensterflächen hohe Heizleistungen verbaut, um durch den Conda-Effekt vor den Scheiben einen "Wärmeschleier" aufzubauen und dere Oberflächentemperatur anzuheben..

Entscheident, ob dein Vorhaben überhaupt funktionieren kann, ist die Heizlast deines Wintergartens, wobei eine Zusatz-Aufheizleistung für selten beheizte Räume berücksichtig werden muss. Sonst kannst du wirklich mehrere Tage vorher die Heizung anstellen, um den Wiga bis zur Feier auf Temperatur bringen zu können.... Schafft deine Wand- und Dachkonstruktion im Mitel 1,7W(m²k), benötigst du etwa 250kw/h Heizleistung pro m². Selbst wenn die Heizmatten alle eingesetzte Energie als Wärme an die Raumluft abgeben würde, täte das schon mal nicht reichen. Wenn du noch 10-15m² Anbauwand damit pflasterst, würde es überschlägig kalkuliert immer noch nicht reichen, da ja ein nicht unwesentlicher Teil der erzeugten Wärme in die Aufheizung von Boden- und Wandkonstruktion fließen... zudem kannst du die Heizmatten mit rd. 8kw-Anschlussleistung nicht einfach an eine oder zwei Steckdosen hängen.... :shock: ach ja, dein Stromzähler würde dabei natürlichl schnell mal hundert kw/h oder mehr pro Feierabend raufspulen....

Hast du evtl. die Gelegenheit, einen Kachelofen in den Wiega zu bauen? Raumluftabhängige Gasheizgeräte /-strahler sind wg. des hohen Wasseranteils im Gas, dass dann im Wiga weggelüftet werden muss, um keine Schäden zu verursachen, leider auch keine gute Alternative... :evil:

Die Idee mit den Heizmatten nur im Bereich des Tisch, gäbe zwar evtl. qualmende Socken, wenn dort eine hohe Oberflächentemperatur erreicht werden könnte, aber absolut kein Wärmeempfinden. Info dazu und zum Klima im Wintergarten findest du hier ganz gut erklärt: http://www.sv-guido-strasser.de/mediapo ... garten.pdf
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Re: Bodenheizung bis an Wintergartenrand?

Beitragvon Phillipp71 » Mo 9. Jan 2012, 11:35

wir haben 2011 silvester bei uns gefeiert und standen vor dem selben problem. Wir lösten dies so:

Im Sitzbereich einen Teppich ausgerollt, sodass die Füsse warm blieben, für Frostbeulen gab es socken-ähnliche Hausschuhe. In die eine Ecke unseres WG kam ein Leistungsheizstrahler und vor der Tür ein Heizpilz. Somasomarum machten wir Unkosten von ca. 50 Euro fürs beheizen, wobei der Gastank des Heizpilz noch halbvoll ist und der Teppich und die Hausschuhe auch die nächsten Jahre verwendet werden können. Eigentlich habe wir vielleicht nur 5 Euro Strom verbraucht für den Heizstrahler.
Und keine hat gefroren.
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