Hallo danik,
deine Absicht, den Wiga "gelegentlich" beheizen zu können, ist nur zu verständlich. Dies mit elektrischem Strom tun zu wollen, jedoch eine der teuersten Varianten (kw/h Strom ca. 23 Cent). Wenn es dir wirklich nur darum geht, an Weihnachten, Silvester und Ostern den Wiga auf "Feiertemperatur" zu bringen, sieht das Verhältnis Investitionskosten zu Verbrauchskosten natürlich anders aus, als wenn du zehn, zwölf oder mehrmals im Jahr den Wiga heizt. Ein ständig oder öfters beheizter Wintergarten ist übrigens sowohl energetischer als auch wirtschaftlicher Schwachsinn, soweit sind wir uns einig? Deine Elektroheizmatten können aber immer nur ein Notbehelf sein, eine Fußbodenheizung alleine ist für einen Wintergarten i. d. R. bei weitem nicht ausreicht, um diesen ausreichend zu erwärmen. Selbst wenn deine Scheiben 1,1er Gläser wären, würde der sog. Strahlungszug der Scheiben schon ab -5° Außenlufttemperatur als sehr unangenehm wahrgenommen werden, bei schlechteren Gläsern schon bei deutlich höheren Außentemperaturen. Selbst moderne Scheiben haben immer noch einen mind. dreifach höheren Wärmedurchlass als massive Außenwände und haben daher eine viel höhere Oberflächentemperatur. Beim Wiga ist dass durch den überwiegenden Glasanteil somit sehr ausgeprägt. Als Gegenmaßnahme werden gerade vor den Fensterflächen hohe Heizleistungen verbaut, um durch den Conda-Effekt vor den Scheiben einen "Wärmeschleier" aufzubauen und dere Oberflächentemperatur anzuheben..
Entscheident, ob dein Vorhaben überhaupt funktionieren kann, ist die Heizlast deines Wintergartens, wobei eine Zusatz-Aufheizleistung für selten beheizte Räume berücksichtig werden muss. Sonst kannst du wirklich mehrere Tage vorher die Heizung anstellen, um den Wiga bis zur Feier auf Temperatur bringen zu können.... Schafft deine Wand- und Dachkonstruktion im Mitel 1,7W(m²k), benötigst du etwa 250kw/h Heizleistung pro m². Selbst wenn die Heizmatten alle eingesetzte Energie als Wärme an die Raumluft abgeben würde, täte das schon mal nicht reichen. Wenn du noch 10-15m² Anbauwand damit pflasterst, würde es überschlägig kalkuliert immer noch nicht reichen, da ja ein nicht unwesentlicher Teil der erzeugten Wärme in die Aufheizung von Boden- und Wandkonstruktion fließen... zudem kannst du die Heizmatten mit rd. 8kw-Anschlussleistung nicht einfach an eine oder zwei Steckdosen hängen....

ach ja, dein Stromzähler würde dabei natürlichl schnell mal hundert kw/h oder mehr pro Feierabend raufspulen....
Hast du evtl. die Gelegenheit, einen Kachelofen in den Wiega zu bauen? Raumluftabhängige Gasheizgeräte /-strahler sind wg. des hohen Wasseranteils im Gas, dass dann im Wiga weggelüftet werden muss, um keine Schäden zu verursachen, leider auch keine gute Alternative...
Die Idee mit den Heizmatten nur im Bereich des Tisch, gäbe zwar evtl. qualmende Socken, wenn dort eine hohe Oberflächentemperatur erreicht werden könnte, aber absolut kein Wärmeempfinden. Info dazu und zum Klima im Wintergarten findest du hier ganz gut erklärt:
http://www.sv-guido-strasser.de/mediapo ... garten.pdf