Hallo gast21086,
"PVC-Estrichfolie kalt verschweist" sagt erstmal nix darüber aus, ob sie für deinen Anwendungszweck wirklich geeignet ist...
Die Folien aus Weich-PVC gibt es m. W. z. B. schon ab 0,3 mm oder aber auch in 2 mm Dicke... Prüfe oder besser noch, lass dir bestätigen dass die von dir vorgesehene PVC Estrich-Folie für folgende Anwendungszweck zugelassen / geeignet ist:
DIN 18 195 Bauwerksabdichtungen
- Teil 4: Abdichtungen gegen Bodenfeuchte (Kapillarwasser, Haftwasser) und nichtstauendes Sickerwasser an Bodenplatten und Wänden
- Teil 5: Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen
Wenn du auf der sicheren Seiten sein willst, dann achte auf einen hohen SD-Wert, so ist der Fußbodenaufbau auch vor Dampfdiffussion aus Erdreich und Bodenplatte geschützt ... in einem Wiga ist es nämlich nicht immer 24 Std. an 365 Tage schön warm ...

Die Folie soll auf einer erdberührenden Betonplatte verklebt werden und du kannst sicher sein, dass das Erdreich unter der Bodenplatte tiefer als 30 cm frei von "Staunässe" ist? Abdichtungen gehören übrigens in das Fachgebiet der Dachdecker, auch wenn's unter der Erde oder auf dem Kellerfußboden ist...
Noch ein paar Frage:
- ist die Fußbodenheizung die einzige Heizung im Wiga, mit welcher Leistung ist sie geplant?
- liegt eine Wärmebedarfsberechnung inkl. Zuschlag für nicht dauerhaft beheizte Räumge vor?
- passt beides zusammen?
- ist zwischen Wiga und hinterliegenden Räumen eine thermisch Trennung geplant oder alles offen?
Hallo Andreas66,
wenn Wintergartenbauer dir keine Auskunft zu allem unter ihrem Niveau (nicht intellektuell gemeint) geben, ist das eigentlich seriös... denn da kennen sie sich nämlich i. d. R. überhaupt nicht aus....wobei das bei viele leider auch für den "Mikrokosmos Wintergarten" gilt...
Sie bauen auf einen belastbaren / tragfähigen "Grund" auf. Wichtig ist für sie dann das Niveau, also wie hoch der Fertigfußboden über dem Rohboden geplant ist. Der Fußbodenaufbau wiederum ist von vielen Faktoren abhängig, z. B. ob eine Bodenplatte gegossen wird, nur Punkt oder Streifenfundamente vorhanden sind, unter der Bodenplatte eine Perimeterdämmung vorgesehen, mit aufstauenden Wasser zu rechnen ist, ob Unterflurkonvektor-/Bodenkanal und/oder Fußbodenheizung, div. Heizungs-/Elektro-Installationen usw. im Fußboden geplant sind, und, und ...
Viele Anbieter waren mal Fensterbauer oder Zimmereien / Bauschreinereien und da es in ihrem Fach nix mehr zu verdienen gabt, werden Überdachungen und Wintergärten gebaut... aber funktionierende Wintergärten sind jedoch weit mehr als eine Aneinanderreihung von Fenstern oder verglaste Überdachungen, daher sollte man schon genau hinschauen, was man wo kauft... richtig dimensionierte Be- und Entlüftung, wirksame Beschattung und inteligente Steuerung dessen sind Voraussetzung, um an der Investition Freude zu haben.
Ein Wintergarten ist ein hochkomplexes Gebilde mit extremen Anforderungen durch Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen. Es empfiehlt sich zuerst ein Nutzungsprofil (Vorstellungen, Erwartungen, auch die Wünsche aus dem Unterbewusstsein..) zu erstellen und auf dieser Grundlage zu Planen... ein Wiga, der den gewünschen Nutzungszweck nicht erfüllt, kann noch so "preisgünstig" gewesen sein, führt auf Dauer leider zu Frust und Ärger... ist also raus geworfenes Geld...