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Fbh + Bodenkanal oder Fbh + Wärmepumpe

Autor Thread - Seiten: > 1 <
000
10.08.2007, 16:25 Uhr
Wigadorf


Hallo Ihr Fachleute,
ich brauche mal Euern Rat/Hilfe.

Ich will an unserer südlichen Hauswand einen WG von ca. 16 m² bauen (4,80m lang x 3,40m breit). Ich bin mir mit dem Hersteller bereits einig. Allerdings gibt es mit den Heizungsbauern nur Ärger. Da ich den WG nicht nur als Gewächshaus nutzen möchte, sondern als WohnWG (mit kleinen Sohn) habe ich 2 Denkweisen, die anscheinend kein H-Monteur versteht. Hinzufügen möchte ich, dass wir die jetzige Sitzmöglichkeit in der Küche aufgeben werden und bei Fertigstellung des WG im Sommer als auch im Winter den WG hauptsächlich als "Esszimmer" nutzen möchten. Natürlich auch relaxen.

meine beiden Denkansätze:

1) in jedem Fall eine FBH (Fußbodenbegleitheizung) mit Anschluss an das vorhandene Heizsystem (über Rücklauf) und zusätzlich eine Bodenkanalheizung, damit der WG schneller reagiert. Außerdem habe ich hier im Forum gelesen, dass diese Kombination ein behagliches Klima erzeugt und wahrscheinlich das Beste ist. Die Firmen scheinen damit aber restlos überfordert zu sein und ermitteln völlig unterschiedliche Wämewerte. Ich wollte aber auf keinen Fall einen oder mehrer Heizkörper aufstellen. Folgende unterschiedliche Angebote habe ich bisher erhalten:

a) FBH + 3 Bodenkanalheiz. 182 mm breit von Kampmann
b) FBH + 3 Bodenkanalheiz. 340 mm breit von Emco
c) FBH + 1 Bodenkanalheiz. an der langen Seite 340 mm von Kampmann

2) da die o.a. Angebote relativ preisintensiv sind, überlege ich derzeit auf eine Bodenkanalheizung zu verzichten und anstelle der BKH eine Wämepumpe zu integrieren (natürlich das Außengerät im Schacht).

FBH + Wärmepumpe

Ich habe diesbzgl noch kein Angebot erhalten, sondern nur im Forum gelesen und bin mir doch unsicher. Ich weiß, das Mitsubishi (z.B. MSZ-Fa 25VA) sehr energieeffizient Geräte mit Invertertechnik herstellt. Ich habe auch von Diamant gutes und schlechtes gelesen. Mein WG-Hersteller schwört auf Klima-Delta. Als positiven Aspekt sehe ich bei einer Wärmepumpe, dass diese nicht nur heizt, sondern auch kühlt. Da mein WG südlich ausgerichtet ist, ist dies sicher sehr positiv. Ungeachtet dessen möchte ich erwähnen, dass der WG eine Dach-Markise erhält.

Welche der beiden Varianten (1 oder 2) würdet Ihr empfehlen? Ich bin echt etwas unsicher muss mich bald entscheiden. Vielen Dank schon mal im Vorraus.
001
29.09.2007, 11:40 Uhr
MCWIGA


Hallo "Wiadorf",

ich würde den zweiten Denkansatz empfehlen, da er die größtmögliche Flexibilität bietet. In der Übergangszeit kann es im WIGA schon mal kühler als im restlichen Haus sein. Ihre Heizung läuft noch nicht und bräuchte nach dem Einschalten eine gewisse Reaktionszeit. Hier kommt die WP zum Einsatz; einschaten--> warm. Wenn im Winter dann Ihre Heizung läuft, heizen Sie mit der FBH (pro 10 qm 1 Heizkreis). Wenns jedoch mal richtig kalt wird (-15° u. kälter, schaffts die FBH nicht mehr. Die fehlende Wärme bringt dann die WP. Weiterer Vorteil der WP: sie kann im Sommer kühlen. Bei der Anschaffung der WP bitte nur Geräte mit Inverter-Technik kaufen.

Gruß MCWIGA
002
29.09.2007, 22:00 Uhr
Aufklaerer


Lieber MCWIGA,

ich glaube kaum, dass Wigadorf mit der Berücksichtigung Ihres Vorschlages gut fahren würde...

Auch wenn der Begriff Wärmepumpe eine Klimaanlage technisch zutreffend beschreibt, ist es in diesem Zusammenhang irreführend, diesen für eine Klimaanlage zu benutzen, da dieser Begriff unstreitig positiv besetzt ist mit einer vor allem kosteneffizienten Heizmethode.

Zur Klarstellung: Technisch betrachtet ist die Klimaanlage eine Wärmepumpe. Der Kühlschrank allerdings auch! Und es käme wohl keiner auf die Idee zu rufen: "Schatz, holst Du mir mal ein Bier aus der Wärmepumpe...?". Oder?

Aber eine Klimaanlage im umgangssprachlichen Sinne (Klimasplitgerät) ist zum Heizen gerade dann vollkommen ungeeignet, wenn man es besonders nötig hat: Im Heizbetrieb versagt jedes gängige Klimasplitgerät spätestens bei einer Außentemperatur <-15 Grad C.

Für eine heizkostensparende Erdwärmepumpe (Erdsonde) gilt im Gegensatz dazu, dass diese zum Kühlen nur sehr eingeschränkt zu gebrauchen ist (Junkers/Bosch z.B. bietet Endgeräte mit einer maximalen Kühlleistung von ungefähr 1,2 kW für ihre besten Einfamilienhausanlagen mit ca. 17 kW Heizleistung) und demgemäß im Glashaus nutzlos!

Herzliche Grüße
Aufklärer
003
01.10.2007, 11:16 Uhr
MCWIGA


Hallo lieber Aufklärer

ich glaube schon, dass ich weiß, wovon ich rede; Nur zum Verständnis:

1. rede ich von einer Kombination WP u. FBH
2. gibt es sehr wohl Geräte, die bis -22°C effizient arbeiten. Wenn man die richtigen kennt (Werbung mache ich jedoch keine!!!)
3. Definition WP oder nicht ist Griffelspitzerei.
4. Ich weiß, dass es funktioniert!!
004
01.10.2007, 23:22 Uhr
Aufklaerer


Lieber MCWIGA,

möchten Sie mit mir die physikalischen und energetischen Aspekte von Klimaanlagen im Glashaus diskutieren? Dann legen Sie bitte Ihre (belastbaren) Zahlen vor.

Zu 1. und 2.:
Eine Erdsondenwärmepumpe kann kühlen, ja. Wie ich bereits erwähnte, beläuft sich diese Kühlleistung (Energietransport mittels technischer Arbeit) auf ca. 1,2 kW. D.h.: An einem sonnigen Hochsommertag schafft es die Wärmepumpe um die mittagszeit einen ca. 1,5 qm großen Wintergarten von ungefähr 2 m Höhe auf konstanter Temperatur zu halten... Sehr witzig: Kennen Sie jemanden, der sich einen nur 1,2 qm großen Wintergarten bauen würde?

Zu 3.
Sie holen sich Ihr Bier also (begriffsmäßig) immer aus einer Wärmepumpe und niemals aus einem Kühlschrank. Was verstehen Sie dann in Gottes Namen bloß unter dem Begriff Kühlschrank? Oder ist das für Sie auch nur so ein Wundergerät, dass es eigentlich gar nicht gibt; Es gibt nur Wärmepumpen...!

Zu 4.
Gewiß, das ist das überzeugendste Argument: "Ich weiß, dass es funktioniert", --- denn ich bin so böse, dass ich sogar gegen physikalische Gesetze verstoße...? Oder wie verstehe ich das nun wieder richtig?

Wenig herzliche Grüße (denn es stinkt ein wenig sehr nach Irreführung)
Aufklärer
005
21.12.2007, 12:07 Uhr
gueni


Zitat:
Wigadorf postete
Hallo Ihr Fachleute,
ich brauche mal Euern Rat/Hilfe.

Ich will an unserer südlichen Hauswand einen WG von ca. 16 m² bauen (4,80m lang x 3,40m breit). Ich bin mir mit dem Hersteller bereits einig. Allerdings gibt es mit den Heizungsbauern nur Ärger. Da ich den WG nicht nur als Gewächshaus nutzen möchte, sondern als WohnWG (mit kleinen Sohn) habe ich 2 Denkweisen, die anscheinend kein H-Monteur versteht. Hinzufügen möchte ich, dass wir die jetzige Sitzmöglichkeit in der Küche aufgeben werden und bei Fertigstellung des WG im Sommer als auch im Winter den WG hauptsächlich als "Esszimmer" nutzen möchten. Natürlich auch relaxen.

meine beiden Denkansätze:

1) in jedem Fall eine FBH (Fußbodenbegleitheizung) mit Anschluss an das vorhandene Heizsystem (über Rücklauf) und zusätzlich eine Bodenkanalheizung, damit der WG schneller reagiert. Außerdem habe ich hier im Forum gelesen, dass diese Kombination ein behagliches Klima erzeugt und wahrscheinlich das Beste ist. Die Firmen scheinen damit aber restlos überfordert zu sein und ermitteln völlig unterschiedliche Wämewerte. Ich wollte aber auf keinen Fall einen oder mehrer Heizkörper aufstellen. Folgende unterschiedliche Angebote habe ich bisher erhalten:

a) FBH + 3 Bodenkanalheiz. 182 mm breit von Kampmann
b) FBH + 3 Bodenkanalheiz. 340 mm breit von Emco
c) FBH + 1 Bodenkanalheiz. an der langen Seite 340 mm von Kampmann

2) da die o.a. Angebote relativ preisintensiv sind, überlege ich derzeit auf eine Bodenkanalheizung zu verzichten und anstelle der BKH eine Wämepumpe zu integrieren (natürlich das Außengerät im Schacht).

FBH + Wärmepumpe

Ich habe diesbzgl noch kein Angebot erhalten, sondern nur im Forum gelesen und bin mir doch unsicher. Ich weiß, das Mitsubishi (z.B. MSZ-Fa 25VA) sehr energieeffizient Geräte mit Invertertechnik herstellt. Ich habe auch von Diamant gutes und schlechtes gelesen. Mein WG-Hersteller schwört auf Klima-Delta. Als positiven Aspekt sehe ich bei einer Wärmepumpe, dass diese nicht nur heizt, sondern auch kühlt. Da mein WG südlich ausgerichtet ist, ist dies sicher sehr positiv. Ungeachtet dessen möchte ich erwähnen, dass der WG eine Dach-Markise erhält.

Welche der beiden Varianten (1 oder 2) würdet Ihr empfehlen? Ich bin echt etwas unsicher muss mich bald entscheiden. Vielen Dank schon mal im Vorraus.



Hallo Wigadorf,

hast Du das "Problem2 zwischenzeitlich gelöst?
Ich habe einen Wiga der ca. 20m² groß ist. Den beheizte ich mit einer Mitsubishi SRK 63. Der Wiga wird sproralisch benutzt. Innerhalb einer halben bis dreiviertel Std. habe ich den Wiga auf Temperatur.
In Deinem Fall würde ich, wenn die Hz. Anlage es zulässt und der Wiga immer geheizt werden soll, die Variation mit der Fußbodenkanalheizungen (mit Ventilator) bevorzugen. Der Nachteil ist allerdings, das im Sommer keine Klimaanlage zur Verfügung steht.

Gruß Gueni
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