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winterliches Kondenswasser

Autor Thread - Seiten: > 1 <
000
22.09.2006, 22:23 Uhr
kluedcke


Brauche dringend Hilfe
der Winter naht und darum wieder ein kommendes Problem.
Wir haben einen WG mit Doppelstegplatten auf dem Dach und Isolierglas an drei Seiten.
Ab 13.30 Uhr gibt es Sonne.
Gegenüber wurde ein großes Haus gebaut. Jetzt haben wir drei Monate im Winter keine Sonne. Der WG schwitzt nun sehr stark, da nur sehr wenig geheizt wird. Nur über Null Grad. Die Pflanzen verdunsten auch im Winter einiges an Wasser. Bei langen Kälteperioden kann man nicht lüften.
Was kann man tun?
Ich hatte eventuell an einen Absorbtionstrockner gedacht.
Wer hat eine gute Idee?
001
28.11.2006, 09:58 Uhr
Schlafibaer


Im Wintergarten ist die relative Luftfeuchtigkeit wegen der Pflanzen bekanntlich sehr hoch und daher läßt sich Kondenswasser unter bestimmten Umständen nicht vermeiden. Da das besonders in kalten Jahreszeiten zuweilen auftretende Kondenswasser sogar an den wärmegedämmten Alu-Profilen oder Isolierglasscheiben temperaturabhängig auftreten kann, aber in der Regel keinen Schaden anrichtet (anders als bei Wintergärten aus Holz die immer intensiver Pflege der Oberfläche bedürfen), sollte man diese Erscheinung nicht überbewerten, sondern bestrebt sein, durch richtiges Lüften und Heizen die Luftfeuchtigkeit - und damit auch das Kondenswasser - zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. Fazit: Bei Kondenswasserbildung handelt es sich in jedem Fall um klimatische Probleme, die man nicht ausschließlich über das Profilsystem lösen kann.
002
28.11.2006, 13:38 Uhr
kluedcke


Danke für den Hinweis. Unser Wintergarten ist aus Holz. Die sehr hohe relative Luftfeuchtigkeit (7 Grad, 85% im Moment) hat auch leichte Schimmelbildung zur Folge, die man durch abwischen beseitigen kann.
Hat jemand Erfahrung mit Trocknung der Raumluft über Geräte? Z.B. Absorbtionstrockner?
Gegenwärtig haben wir unseren Boden nur mit Schotter und darauf mit Gehwegplatten aus Beton gestaltet. Die Idee war leider nicht so gut, denn Feuchtigkeit steigt auf. Wie sollte ein Boden beschaffen sein, damit er Wasserdicht ist?
003
23.12.2006, 11:31 Uhr
Rosalika


Schimmel bildet sich nicht ausschließlich wegen der hohen Luftfeuchtigkeit sondern wenn im Raum zuwenig Luftbewegung stattfindet.
Deshalb unbedingt regelmäßig ordnungsgemäß lüften!
Die Frischluft muss alle Winkel erreichen.
Das Trockengerät müsste im Dauerbetrieb laufen- ist es da nicht besser die Heizung etwas aufzudrehen?
004
02.01.2007, 09:59 Uhr
kluedcke


Hi,
mache ich ja.
Der Wintergarten wird sehr viel gelüftet (immer wenn es über 5 Grad ist) und über die Heizkörper frostfrei gehalten. Mehr geht nicht, da nur Doppelstegplatten auf dem Dach sind. Bei Höhen von 2 bis 4,5m muß eine große Heizung bei Frost ständig laufen.
005
04.01.2007, 15:09 Uhr
Rosalika


Oh je auch noch Holz- hatte ich überlesen.
Der Boden gehört unbedingt mit einer Feuchtigkeitssperre (spez.Folie) versehen und gedämmt (Styrodur).
Dazu gibts im Forum einige Beiträge.
Dann wäre sicher ein Klimagerät ( z.B. von Diamant) zu empfehlen .
Es hält den WiGA frostfrei und auf voreingestellter Luftfeuchtigkeit.
Auch dazu wurde schon einiges geschrieben.
Ist nicht ganz billig- aber vielleicht kann es den WiGa retten.
Alles Gute
Schade dass sich hier die Fachleute nicht melden.
006
04.01.2007, 15:25 Uhr
kluedcke


an einen neuen Boden haben wir auch schon gedacht.
Da gibt es verschiedene Varianten. Ein archtekt meinte, dass wir auf den Schotter eine Folie aufbringen können und darauf wieder die Betonplatten in Splitt.
Macht Isolierung Sinn? Keine Ahnung. Vom Boden kommen wohl auch 5 Grad. Nach oben geht ja doch alles über die Doppelstegplatten weg, was an Wärme eingebracht wird.
007
09.01.2007, 17:08 Uhr
sunlight solution


nur ein Tip !
Allerdings nicht das Optimale !

Besteht der Boden aus Splitt mit Betonplatten ?
in diesm Fall können Sie eine Schweißbahn aufbringen, die auch an den
Randseiten abgedichtet werden muss. Auf der Schweißbahn können Sie
eine Unterkostruktion z.b. aus Bankirai-Balken verlegen und die Zwischenräume mit einer Schüttung oder Styrodor Isolieren.
als nächstes folgt eine verlegung mit OSB-platten oder V-100 Spanplatten
auf diesen Platten können Sie Fliesen oder Laminat verlegen.

Als nächstes sollten Sie mit Ihrem Schornsteinfeger sprechen, ob Sie einen
Kachelofen aufstellen dürfen, und wie der Kamin verlaufen muss oder kann.
Für Glas und Stegplatten gibt es Manschetten zwecks einer durchführung von Kaminrohren.

Ohne Heizen und einer optimalen Belüftung ist da nichts zu machen.
5 Grad Raumtemperatur reichen nicht aus.

Bei Ihrer Holzkonstruktion sollten Sie darauf achten, dass zwischen den Dachsparren und den Aufnameprofile für die Stegplatten ca. 1 mm Luft vorhanden ist, da Ihnen ansonsten die Dachbalken von innen nach außen wegfaulen, von außen ist dies in der regel erst zu erkennen wenn es zu spät ist oder der Anstrich absplittert.

Klimageräte und andere E-Heizungen sind vom Verbrauch zu teuer.
mit einem Kaminofen z.b. vom Praktiker werden Sie mehr Freude haben.

Gruß sunlight-solution
008
09.01.2007, 18:15 Uhr
kluedcke


Danke für die ausführliche Antwort
der Boden besteht aus ca. 40 cm 0-30 verdichtetem Schotter. Dadrauf dann
Splitt und 4 cm Gehwegplatten (40x 40) aus Beton. Wir haben etliche Pflanzen die viel gegossen werden müssen und möchten daher kein Holz mehr verwenden. (War ja drin und völlig verfault).

Dann müssen die Platten wieder raus und der Splitt. Auf den Schotter muß doch noch irgendwie eine Schicht, damit die Schweißbahn nicht kaputt geht und für einen Höhenausgleich, da die Schotterschicht ja wellig ist? Aber Schotter muß auch noch raus, da für die Isolierung kein Platz ist.

An einen Kamin haben wir auch schon gedacht. Ist die Temperatur nicht zu schwankend für die überwiegend mediteranen Pflanzen?
009
12.01.2007, 20:17 Uhr
sunlight solution


Jo, Jo so is dat !

Preiswerter Wintergarten gekauft, und dann folgen die Probleme !
Logisch, sind große temperatur Schwankungen nicht das Optimale.
Die beste Lösung = 5 Jahre sparen, alten Wintergarten abbauen und was
Vernünftiges kaufen, dann kommt auch die Freude für Mensch, Pflanzen und Tiere. Alles was Sie jetzt unternehmen sind alles nur Notlösungen, wenn Sie dies alles zusammenrechnen, wirds letztlich teurer wie ein von anfang an guter
Wintergarten von einem Fachmann, der mit Ihnen anhand z.b. einer Bedarfsanalyse so etwas garnicht verkauft hätte.

nicht böse sein, aber so geht es vielen die überwiegend über den Preis eine
Kaufentscheidung treffen.

Gruß sunlight-solution
010
13.01.2007, 19:41 Uhr
kluedcke


Danke für die Antwort
Sie haben im Prinzip recht. Bin auch dieser Meinung.
Wir haben den Wintergarten mit dem Haus gekauft.
Habe keine Ahnung, was ein Wintergarten von ca. 50m² Grundfläche kostet.
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