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selbstreinigendes Glas??

Autor Thread - Seiten: > 1 <
000
25.02.2006, 19:06 Uhr
AlterMann


Hallo, noch eine Anfängerfrage

Was bitte darf ich mir unter selbstreinigendem Glas vorstellen?
Wintergarten muss nie wieder gereinigt werden?
Doch sicher nicht, oder ?

Aber was kann dieses Glas nun leisten?

Vielen Dank für Eure Hilfe

gruß
der
Alte Mann
001
26.02.2006, 12:53 Uhr
Zitzmann Wintergartenbau


Hallo,

also der größte Vorteil eines selbstreinigenden Glases ist, dass sich die Reinigungszyklen verlängern.
Bedeutet das sie zum Beispiel nicht mehr zweimal im Jahr die Scheiben reinigen müssen sondern nur noch einmal. Denn der Schmutz kann nicht mehr an der Scheibe festhaften sondern wird mit dem Regenwasser mitgenommen.
Sollte Ihnen jemand erzählen das die "NIE WIEDER" die Scheiben reinigen müssen, dann können Sie davon ausgehen das man Sie gerade versucht zu "verarschen" .. den so etwas gibt es im Moment nicht.

Infos finden Sie auch auf unserer Internetseite http://www.zitzmann-wintergartenbau.de/wintergarten-zubehoer/wintergarten-glasbeschichtung.htm

Schönen Sonntag noch
Jan Heumüller
002
13.07.2006, 18:13 Uhr
aniwie


Hallo,

wir wollen das Dach unseres neuen Wintergartens mit
selbstreinigendem Pilkigton Activ Suncool Glas belegen.
Wer hat Erfahrungen mit diesem Glas. Lohnt sich die Mehrausgabe
von 1500,- Euro. Für Antwort im voraus herzlichen Dank.
003
17.07.2006, 20:55 Uhr
USeiG


Nach meinen Informationen kann das Glas gut mit "normalen" organischem Schmutz wie Staub, Pflanzliches bis zum Vogelschiss umgehen, dh. die Beschichtung des Glases wirkt als chem. Katalysator der hilft das Zeug so zu zersetzen, das es mit dem nächsten Schwapp Wasser abgespühlt wird.

A B E R :

Wo es wohl recht schnell aus ist, ist anorganisches, fettiges, wie Ruß.
Sowas kommt hauptsächlich von Öl- und Kohleheizungen. Natürlich sieht man das nicht, heute kommen ja keine schwarzen Flocken mehr aus dem Schornstein. Aber Sie werden es merken, wenn die versprochene Reinigungswirkung nachläßt und Sie wieder selbst ran müssen.

Steht Ihr Haus also allein, dann würde ich die 1500Eu ausgeben, sonst nicht.

Grüße aus dem Vogtland
004
02.08.2006, 00:36 Uhr
Alexanderz


Hallo AlterMann,

selbstreinigendes Glas lohnt sich nicht wirklich. Dabei handelt es sich lediglich um ein kunststoffbeschichtetes Glas. Die Mehrkosten sind erheblich, nach wenigen Jahren ist, zumindest nach den bisherigen Erkenntnissen, die Schicht runtergenudelt und die Reinigung ist aufwendiger als zuvor. Ähnliche Experimente gab es auch schon mal im Duschkabinenbereich, hat auch nicht funktioniert. Mir wollte man das Zeug auch aufschwatzen, habe dankend abgelehnt. Lieber einmal öfter putzen pro Jahr als sich jahrelang ärgern.

Viele Grüße, Alexander
005
06.08.2006, 14:35 Uhr
Wintergartenbauer


Ich hatte mir von pilkigton 2 Probegöläser hingestellt ein beschichtetes und ein unbeschichtetes. Z.T war auch viel Flugsand drauf und Vogelkot. Der Kot war nach ca. 4 Wochen weniger geworden aber nach einem Regen war auf der normalen Scheibe ein geringerer Wasserfilm als auf der Beschichteten. Außerdem darf das Glas nicht mit Silikon in Verbindung kommen,und da dies öfter als Eindichtmittel fürs Scheiben verwendet wird, würde eine Reinigungswirkung im Randbereich der Scheibe zum Holz wohl nicht statt finden.
Bei uns wäre der Mehrpreis für eine Dachfläche von 15 qm etwa 500 € gewesen, die wollten wir nicht ausgeben, da der Effekt nicht überwältigend war.
Übrigens fällt mir ein, die leicht bläuliche, glänzenmde Oberfläche des Glases lässt auch weniger Licht und Wärme durch.
006
16.08.2006, 16:55 Uhr
TRSCHR


Hallo zusammen,

ohne jemanden beleidigen zu wollen, scheint es mir doch so zu sein, dass hier Halbwahrheiten durcheinander geworfen werden.

Es gibt zwei grundsätzlich verschieden Funktionsweisen um Schmutzabweisung bzw Selbstreinigung zu erreichen.

a) Beschichtungen, die nachträglich auf das Fensterglas aufgebracht werden. Diese wirken so ähnlich wie das Wachs auf der Motorhaube eines Autos. Alles haftet schlechter. U. a. auch das Wasser.
Nachteil: Ein Auto muss regelmäßig gewachst werden, weil sich die Schicht abnutzt, gleiches gilt für Fenster mit dem Zeug.
(Hierzu gehört auch das Produkt, das der Kollege Zitzmann anbietet.)

b) Beschichtungen, die während der Glasherstellung bei sehr hohen Temperaturen (>600°C) einen festen Verbund mit der Glasoberfläche eingehen und somit dauerhaft sind. Die Beschichtung nutzt wie bereits oben beschrieben das Tageslicht aus, um 1. einen aktiven Sauerstoff zu bilden (dieser kann alles zersetzen was Kohlenstoff Atome enthält - also auch Ruß - und 2. die Oberflächenspannung zu reduzieren, wodurch sich ein gleichmäßiger Wasserfilm bildet (also keine Tropfen auf dem Glas).

Nachteil: Funktionieren nur im Außenbereich- sind also z. B. für Duschen nicht geeignet.

Ich selber habe mich vor 3 Jahren für Pilkington Activ entschieden (gehört zur Gruppe b - dauerhaft). Es ist richtig, dass man auch mit diesem Produkt nicht ohne Reinigung auskommt, aber im Dachbereich lasse ich die Gläser 1mal / Jahr reinigen. Die restlichen Fenster 2mal / Jahr (hier kommt nicht so viel Regen hin).

Meine Nachbarn haben einen vergleichbaren Wintergarten ohne die Beschichtung. Sie haben das Dach im vergangenen Jahr 3 mal reinigen lassen (wobei man sagen muss, dass sie auch etwas pingeliger sind).

Zur Info: Für die Reinigung des Daches zahle ich 250 €. Somit kann man ja ausrechnen, wann sich die 1500€ amortisiert haben.
007
16.08.2006, 17:04 Uhr
TRSCHR


Hallo zusammen,

ohne jemanden beleidigen zu wollen, scheint es mir doch so zu sein, dass hier Halbwahrheiten durcheinander geworfen werden.

Es gibt zwei grundsätzlich verschieden Funktionsweisen um Schmutzabweisung bzw Selbstreinigung zu erreichen.

a) Beschichtungen, die nachträglich auf das Fensterglas aufgebracht werden. Diese wirken so ähnlich wie das Wachs auf der Motorhaube eines Autos. Alles haftet schlechter. U. a. auch das Wasser.
Nachteil: Ein Auto muss regelmäßig gewachst werden, weil sich die Schicht abnutzt, gleiches gilt für Fenster mit dem Zeug.
(Hierzu gehört auch das Produkt, das der Kollege Zitzmann anbietet.)

b) Beschichtungen, die während der Glasherstellung bei sehr hohen Temperaturen (>600°C) einen festen Verbund mit der Glasoberfläche eingehen und somit dauerhaft sind. Die Beschichtung nutzt wie bereits oben beschrieben das Tageslicht aus, um 1. einen aktiven Sauerstoff zu bilden (dieser kann alles zersetzen was Kohlenstoff Atome enthält - also auch Ruß - und 2. die Oberflächenspannung zu reduzieren, wodurch sich ein gleichmäßiger Wasserfilm bildet (also keine Tropfen auf dem Glas).

Nachteil: Funktionieren nur im Außenbereich- sind also z. B. für Duschen nicht geeignet.

Ich selber habe mich vor 3 Jahren für Pilkington Activ entschieden (gehört zur Gruppe b - dauerhaft). Es ist richtig, dass man auch mit diesem Produkt nicht ohne Reinigung auskommt, aber im Dachbereich lasse ich die Gläser 1mal / Jahr reinigen. Die restlichen Fenster 2mal / Jahr (hier kommt nicht so viel Regen hin).

Meine Nachbarn haben einen vergleichbaren Wintergarten ohne die Beschichtung. Sie haben das Dach im vergangenen Jahr 3 mal reinigen lassen (wobei man sagen muss, dass sie auch etwas pingeliger sind).

Zur Info: Für die Reinigung des Daches zahle ich 250 €. Somit kann man ja ausrechnen, wann sich die 1500€ amortisiert haben.
008
21.08.2006, 08:52 Uhr
Argeelkgws


Zitat:
AlterMann postete
Hallo, noch eine Anfängerfrage

Was bitte darf ich mir unter selbstreinigendem Glas vorstellen?
Wintergarten muss nie wieder gereinigt werden?
Doch sicher nicht, oder ?

Aber was kann dieses Glas nun leisten?

Vielen Dank für Eure Hilfe

gruß
der
Alte Mann

009
21.08.2006, 14:08 Uhr
Rosalika


Hallo,
was echt hilfreich ist wenn man das Geld für ein selbstreinigendes Glas einsparen möchte- ein WiGa kommt ja auch so teuer genug- ist eine möglichst hohe Dachneigung.
Wir haben 30 Grad Neigung- der Wiga steht nun 10 Monate und bei jedem stärkeren Regen wäscht es das Glas wieder klar.
Bis jetzt müssen wir an keine Reinigung denken. Wenn Sie mal fällig wird ist es von Nutzen dass unser Dach begehbar ist.
Da werden sicher keine 250 € fällig- sondern das sportlichste Familienmitglied wird barfuß mit einem guten Microfasertuch aufs Dach geschickt.
Viele Grüße
010
21.08.2006, 14:52 Uhr
Argeelkgws


Hallo

Ich hätte vorgeschlagen, einen Glas Techniker und Erzeuger von Pilkinton(bzw.Mitberwerber) zu fragen. Die haben eine Mail Adresse, also kein Problem.

Die Technik selbst ist halb so kompliziert wie angenommen.
Glatte Oberfläche (unter dem Mikroskop betrachtet) oder eine nicht wirklich erkennbare rauhe Oberfläche, andere Struktur und Beschaffenheit somit eine andere Vereinigung der Wasserperlen.

Ob ein Endverbraucher dieses spezielle Glas kauft oder nicht muß dieser ja immer noch selbst entscheiden. Beratung ist wunderbar, leider kennen sich eher wenige mit diesen Dingen aus. Verkauft wird trotzdem.

Natürlich gibt es Alternativen. Activ-Glas-Schutz, Polituren, Folien u.v.m

Ich selbst, habe einiges in den letzten 12 Jahren (unter allen möglichen Bedingungen) ausprobiert(?!).

Edwin Ludwig Kettler
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