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erhöhter energieverbrauch durch einen wintergarten

Autor Thread - Seiten: > 1 <
000
24.03.2009, 14:00 Uhr
spießer


meine freundin und ich sind besitzer eines reihenhauses mit einem leider sehr kleingeratenem wohnzimmer...

wenn ich auf dem sofa sitze kann ich mit meinen linken fuß den lichtschalter betätigen, mit der rechten hand das fester öffnen, zeitgleich mit dem rechten fuß die zimmertür blockieren während ich mit der linken hand ganz schnell meiner geliebten aus dem fenster helfe...

...scherz bei seite ;o) ich möchte das wohnzimmer gerne durch einen wintergarten erweitern und jeder warnt mich vor dem hohen energieverbrauch. dumm ist nur daß die leute nicht aus eigenen erfahrungen sprechen und somit... ihr lieben wintergartenbesitzer ...wende ich mich an euch!

bitte teilt mir eure erfahrungen mit.... die geldbeutel werden nicht voller und ich habe angst in eine kostenfalle zu rennen.

euer spießer
001
24.03.2009, 21:21 Uhr
schweristleichtwas


Ob und wie viel Energie ein Wiga benötigt, hängt von vielen Faktoren ab und ab wann man von einem „hohen Energieverbrauch“ spricht, kann/möchte ich nicht beurteilen. Der Winter 2008/2009 war beispielsweise deutlich länger/kälter als der ein Jahr davor, aber dafür hat die Sonne auch wesentlich häufiger geschienen. Der Ölverbrauch war die letzten beiden Winter nahezu gleich. Hinzufügen muss ich, dass wir das Brauchwasser mit Solarkollektoren heizen, d.h. diesen Winter war der Energiegewinn wohl höher als im Winter 2007/2008, was eine Vergleichbarkeit erschwert. Nach 2 Jahren Wiga würde ich sagen, dass der Heizölverbrauch um 2-5% gestiegen ist (Wohnfläche Haus 180m2 und Wiga 22m2), d.h. der Energieverbrauch ist meines Erachtens nicht proportional dem Wohnflächengewinn mitgewachsen.

Anbei noch ein paar Informationen zu unserem Wiga:
Südausrichtung, Fussbodenheizung in Kombination mit Unterflurkonvektoren, Glas Ug-Wert 1,2 W/m2K, Außenbeschattung/kein Sonnenschutzglas, Schiebetüre zum Wohnraum

bzw. zu dessen Nutzung:
Der Wiga wird ganzjährig genutzt; die Heizung ist so eingestellt, dass im Winter nachts die Temperatur auf ca. 16-18°C abfällt. Bei mittelmäßigem Wetter (etwas Sonne, diffuses Licht) erwärmt sich der Wiga im Winter tagsüber auf 21-22°C (bei Sonne deutlich mehr). Bei schlechtem Wetter nutzen wir ihn zwangsweise weniger.

Der Wiga ist nachts zum Wohnzimmer durch die Schiebetüre (nicht dicht, kein Isolierglas) abgetrennt. Die Schiebetüre verhindert im Winter, dass das Wohnzimmer nachts Wärme an den Wiga abgibt. Wenn tagsüber die Sonne scheint und sich der Wiga erwärmt, wird diese Türe geöffnet und die Wärme aus dem Wintergarten kann dann das Wohnzimmer mitheizen.

Die Wiga-Steuerung ist im Winter so eingestellt, dass die Markise erst bei einer Temperatur im Wiga > 28-30°C ausfährt. Gleiches gilt für die Kippfenster im Giebelbereich, die ebenfalls erst bei dieser Temperatur öffnen. Damit erreichen wir im Winter einen aus meiner Sicht maximalen Energiegewinn. Dies war für mich auch ein Grund, kein Sonnenschutzglas im Dachbereich zu verbauen.

Wenn Sie den Wiga als Wohnzimmererweiterung nutzen wollen, kommt die Abtrennung durch eine Schiebetüre womöglich nicht in Betracht. Wenn Sie den Wiga nachts dann auf Wohnzimmertemperatur halten (müssen), wird sich das sicher beim Öl-/Gasverbrauch auswirken. Dem könnten Sie aber beispielsweise durch ein höherwertiges Glas begegnen.

Vor weiteren Überlegungen würde ich aber erst einmal die Genehmigungssituation prüfen, denn Sie werden wohl zu den Nachbarn eine Brandschutzwand benötigen.
--
Grüße
schweristleichtwas
002
25.03.2009, 13:11 Uhr
PiaundCo


Die Antwort auf Ihre Frage wird sicher so oder so ausfallen, je nachdem wer sie gibt. Es gibt Wintergartenanbieter, die behaupten, sie könnten für den gesamten Wintergarten (Glas, Fenster, Türen und vor allem Traufkante) einen K- bzw. Ug-Wert von <1 garantieren. OK, es gibt auch Hexen und Zauberer.

Gehen Sie mal von der aktuellen Situation aus. Wenn Ihr Wohnzimmer nur so klein ist, unterstelle ich mal, dass das Haus schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Dann werden die Fenster sicher nicht dem neuesten Stand entsprechen und auch die Fassadendämmung dürfte weit hinter dem aktuellen Stand hinterher sein. Natürlich wird durch eine Fassadenfront sehr viel weniger Wärme verloren gehen, als durch die insgesamt um ein vielfaches größere Fläche der Wintergartenfronten. Aber sie vergrößern ja auch die Wohnfläche und somit das Raumvolumen, das beheizt werden muss. Wenn der Wintergarten gut ausgeführt ist, wird der Wärmeverlust (insgesamt, einschließlich des Wärmegewinns durch Sonneneinstrahlung) nicht viel höher sein, als für einen entsprechenden massiven Anbau.
003
30.03.2009, 14:07 Uhr
ProfDexter


Hallo,

wenn ich mir einen Wintergarten bauen würde, würd ich gerne Wärmeschutzverglasung einbauen. Leider finde ich nirgends Preise für WSG-Platten. Da ich die Konstuktion selber bauen würde und U-Profile nutzen würde bräuchte ich nur wenig fertige Fenster.

Kann mir jemand sagen wie die m2 Preise für das Glas liegen und wo man soetwas günstig bekommen kann?

Gruss

ProfDexter
004
31.03.2009, 12:41 Uhr



Hallo ProfDexter,
mach doch für deine Frage einen eigenen Fred auf, hier geht er unter
--
Gruß aus Franken

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