Warnung

Wintergarten Forum [alt]


Dieses Forum wurde aufgrund technischer Erweiterungen geschlossen.

Wir würden uns freuen, Sie in unserem neuem Forum begrüßen zu dürfen.


Wintergarten-Forum
Fragen und Antworten zu Wintergarten-Themen
» Allgemein » Erfahrungen beim Bau eines Wintergartens (report/tagebuch) » Threadansicht


Erfahrungen beim Bau eines Wintergartens (report/tagebuch)

Autor Thread - Seiten: > 1 < [ 2 ]
000
15.02.2009, 15:24 Uhr
micha_wg


Liebe Wintergarten-Freunde,

wir (meine Mieterin (Sie ist SCHULD, dass ich mich überhaupt mit dem Thema auseinandersetzen muß ==> :-) und ich) sind gerade dabei, unseren Wintergarten in die Tat umzusetzen. Derzeitiger Stand: Wir haben uns für den Wintergartenbauer entschieden und sind jetzt mit dem Bauamt zugange.
Ich möchte für alle Interessierten eine Art Report/Tagebuch über meine Erfahrungen führen, damit andere, die in einer ähnlichen Situation sind, vielleicht von der ein- oder anderen Erfahrung profitieren können.
Derzeit habe ich keine Ahnung, wieviele Teile ich schreiben werde, hängt ein wenig von dem Baufortschritt ab.
Teil 1: "Infos einholen"
OK, wir können dieses Kapitel recht schnell beenden und es wird niemanden überraschen: Je mehr Leute wir gefragt hatten, desto größer das Chaos und die Widersprüche:
Beispiele: Alu versus Kunststoff versus Holz, Glas oder nicht Glas, welche Form der Lüftung, Beschattung - wenn ja welche? Und und und.
Nach 3 Monaten hatten wir uns entschieden:
Holz ==> Lärche
Glas ==> UG 0,7 (man gönnt sich ja sonst nichts)
Ein paar Maße: 1050 * 420 cm plus Erker geht dann auf 500 statt 420 cm, also nicht gerade klein der WG, oder?
Dach: Pultdach und in der Mitte für den Erker/Gaube ein entsprechendes Satteldach
Klima: Inverter Wärmepumpe (Fabrikat steht noch nicht fest) statt Schnecken und Trimmer
Position des WG: Osten mit Südteil auf der rechten Seite
Besonderheiten:
Pultdach soll mit möglichst langen Scheiben versehen werden, damit möglichst wenig Querstreben die Optik (jaja, ist Geschmackssache) stören). Hat zur Folge, 44 mm Dreifachverglasung
Seitenteile/elemente sollen mit einer Speziallackierung versehen werden inkl. Garantie für 10 Jahre
Zweifarbige Behandlung der Lärche (außen mit Farbe wegen der Pigmente) und Ihnen transparent (natur)
Zwei Drehkippfenster jeweils in der obersten Ecke des Wintergartens (Lüftung)
Zwei zweiflügelige Schiebe-Kipptüren und eine zweiflügelige Dreh-Kipp-Türe
In den 8 Sparen sollen entsprechende Halogenspots versenkt werden (Ansteuerung über Funk, mal sehen was da bei rauskommt ==> :-)
Versieglung der Scheiben steht zur Diskussion
Ach ja, wir lassen bauen und helfen nur beim Aufbau.
Oh je, fast vergessen: Offene Grundbete
Alle Angaben ohne Gewähr
Teil 2: "WG Partner suchen"
Ein Abenteuer für sich. Neben unmengen Kritierien und und und zählt am Ende des Tages wohl auch der Bauch, damit ist das Vertrauen gemeint.
Auch das Procedere der Auswahl kürze ich einfach mal ab:
Wir haben uns für einen SeBa Wintergarten entschieden.
Ausschlaggebend war:
Angebotene Qualtität, Erfüllung unserer Vorstellungen des WG bezüglich der oberen Beschreibung, Preis UND der Bauch (Prompte Rückrufe, qualifizierte Beantwortung der Fragen, Vorschläge, …)
Möge das mal so bleiben (ich werde berichten).
Derzeit liegen folgende Aufgaben an:
1:100 Skizze, Statik und K-Wert Berechnung für das Bauamt (NRW - vereinfachter Bauantrag (was das wohl bedeutet ???)
Fundamentplan.
Alle Unterlagen kommen von SeBa, bisher pünktlich
Derzeit offene Fragen:
Scheiben für das Pultdach:
Preis für die 44mm Scheiben, hier laufen heftige Verhandlungen mit SeBa (Mehrpreis weil von 40 auf 44 mm wegen größeren Scheibenlänge).
SeBa ist uns entgegengekommen und will den Glasmehrpreis netto durchreichen. Derzeit haben wir den Glashersteller (nenne ich noch) im Verdacht, dass er vieeeeellll zu teuer ist.
Lackierung außen: Farbton muß noch entschieden werden. Farbe kommt von Remmers wegen der 10 Jahres Garantie (bin mal gespannt)
Nanoversiegelung des Glases (Mehrkosten oder sind die Scheiben schon versiegelt).
Inverter Klimagerät/pumpe:
Weder Klimatechnik noch Fabrikat sind entschieden. Warum Inverter Klimagerät/pumpe?
Kühlung und Heizung war das Thema. Die Effizienz ist inzwischen sehr gut (COB-Werte und so). Darüber hinaus wird im Haus (wo der Wintergarten "dran kommt") dieses Jahr wahrscheinlich eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) installiert (diese Mini-KWKs machen warmes Wasser und Strom). Den Strom nutzen wir dann für das Klimagerät
Weiteres Vorgehen:
1.
Warten auf Seba wegen der Unterlagen (sind noch im Zeitplan bis Ende dieser Woche)
2.
Abgabe des Bauantrages nächste Woche (Bauvoranfrage wurde im Dezember 2008 gestellt und "mündlich" schon abgesegnet, der formale Akt dauert und dauert).
3.
Ausschreibung für die Ausschachtung (für das Fundament/Ringanker und die Bodenplatte vorbereiten
3.b. Bodenplattenplanung (Elektrik, Wasser, Abwasser, Klima, habe ich etwas vergessen?)

Weitere Planung:
Gewerk Ausschachtung ausschreiben und Bauunternehmer auswählen
Einigung mit SeBa wegen Mehrpreis der Glassscheiben
Ende Februar 2009 Ausschachtung vornehmen
Stemmarbeiten für Elektrik und Durchbrüche (Haus - Wintergarten Durchgang) planen und durchführen (erst mal nur die Steigleitungen, sonst wird es zu kalt ==> :-)

Teil 3 "Vorbereitende Arbeiten für den WG":
Latest News:
BAUAMT:
Bauamt genehmigt die Voranfrage. Bauantrag wird gestellt und derzeit diskutiere ich mit dem Bauamt über Form und Bauvorlagenberechtigten.
GLAS:
40 auf 44 mm wegen größeren Scheibenlänge um weniger Querverstrebungen zu haben kosten uns bezogen auf 45 qm Dachfläche + 1.500 Euro, SCHLUCK.
VORARBEITEN:
Alles im Gange:
Dachstand muss zurückgebaut werden (über myhammer.de ausgeschrieben)
Ausschachtung über myhammer.de ausgeschrieben.
Schlitze für Elektro und Klima sind fertig
KLIMA:
Alles unklar, wir haben seitlich Nord und Süd und der Wintergarten ist auf der Ostseite. Wir haben 150 Kubikmeter. Derzeit wird heftig diskutiert, wieviel Kühl- und Heizleistung benötigt wird.
Klimaleitungen können noch nicht verlegt werden, solange die Gerätekonfiguration unklar ist 6/10 oder 6/12, naja - kommt Zeit, kommt Rat.
WENN jemand helfen kann, bitte melden. DANKE.
SEBA:
Bedingt dadurch, dass es ein kleiner Betrieb ist, ist man bemüht Anfrage schnell zu beantworten, allerdings dauert es machmal doch eine Woche :-(
Weiteres Vorgehen:
a.
Schnellstens den Dachrückbau vornehmen, um das Höhenmaß an SEBA weiterzuleiten.
b.
Elektro vorbereiten
c.
Klärung von Klima
d.
Beauftragung der Ausschachtung


Grüße micha_wg
001
15.02.2009, 19:19 Uhr
schweristleichtwas


Hallo micha_wg,
erstmal Glückwunsch zur Entscheidung - wir hatten an unseren Wiga heute beim Mittagessen (draußen weiße Landschaft und Sonne) wieder richtig Freude.

Nachdem die meisten Fragen bei Euch ja schon geklärt sind, habe ich aus Interesse ein paar Fragen:

Wie werden die zwei Drehkippfenster (zur Lüftung) betätigt und wieso Drehkippfenster und nicht nur Kippfenster? Wo kommt im Lüftungsfall die Zuluft her?

Was steckt hinter der Idee die Halogenspots mit Funk zu schalten? Die Stromkabel müssen doch auch hingelegt werden oder gehen die Spots dann mit Batterie?

Was ist unter „Offene Grundbete“ zu verstehen?

Wieso eigentlich ein Klimagerät? Mit vernünftiger Außenbeschattung/Be-/Entlüfung geht das bei ausreichender Höhe des Wiga auch bestens ohne Klimagerät (ich kann das aus Erfahrung sagen).

. . die Antwort hat auch den angenehmen Nebeneffekt, dass ich über die Fortsetzung der "Geschichte" immer gleich per Mail informiert werde.
--
Grüße
schweristleichtwas
002
15.02.2009, 22:25 Uhr
Aufklaerer


Hallo micha_wg,


klingt erstmal gut überlegt...

Zweifel bleiben aber besonders hinsichtlich Klimaanlage, 10-Jahresgarantie und Ug-Wert 0,7. Hierzu also ein paar Anmerkungen und Fragen:

Klimaanlage
1.) Bei ca. 45 qm Dachfläche dürften wohl so um die 6.000 - 7.000 Watt Leistungsaufnahme erforderlich sein ("worst Case"-Betrachtung), um die anfallende Hitze im Sommer nur konstant zu halten... Da könnte man gleich alle Energiesparlampen wieder abschaffen, die Ersparnis ist dann nur noch ein Rundungsfehler.
2.) Heizen tun auch die "besten" Klimaanlagen ebenfalls mit Strom. Die aufgenommene Leistung entspricht dabei der eingesetzten Transportenergie für die aus der Umgebungsluft aufgenommene Wärmeenergie. Und hier kommt dann auch schon der entscheidende Punkt: Laut Herstellerangaben (in diesem Falle Mitsubishi) ist spätestens bei einer Außentemperatur von -15 Grad Celsius Schluss mit Heizen, dann muss eine andere Wärmequelle her. Mit anderen Worten: Gerade wenn man die Heizung am dringendsten braucht funktioniert sie nicht!
3.) Man braucht eine gute Idee, wohin mit dem Kondensat aus dem Kühlbetrieb. Mit einigen Pflanzen im Wintergarten kommen da wohl schnell ein paar Liter täglich zustande.
4.) Die Klimaanlage muss zur Vermeidung von Verkeimung regelmäßig gewartet und mindestens einmal jährlich von Grund auf gereinigt werden (ebenfalls Mitsubishi), um keine Sporenschleuder zu haben, die die Atemluft verpestet.

10-Jahresgarantie
1.) Die bietet Remmers und die bieten auch andere. Das Problem sind immer die Bedingungen (in diesem Falle Remmers): Alle halbe Jahr Behandlung mit einer speziellen Pflegemilch und jährliche Ausbesserungen beschädigter Stellen (wie beweist man als Kunde die Einhaltung?).
2.) Die Farbe muss von einem zertifizierten Betrieb und dort nur von Fachkräften appliziert werden. Nun gibt es laut Internetseite von Remmers in Deutschland keine hundert solcher Betriebe und in sage und schreibe 8 Bundesländern sogar gar keinen oder nur einen. Wenn man bedenkt, dass jede Kantel vor dem Verleimen von einer entsprechend ausgebildeten Fachkraft imprägniert werden mus und der ganze Rahmen später ebenfalls von Fachkräften geflutet und gespritzt werden muss bleibt die Frage, wo passiert das? Werden die Bauteile immer wieder hin- und hergefahren? Und wie beweist der Verarbeiter die Einhaltung?
3.) Es werden einige Dinge wie Farbveränderung, Glanzverlust oder sog. Kreidungseigenschaften ohnehin von vornherein von dieser Garantie ausgenommen. Gar nicht zu sprechen von unsachgemäßem Gebrauch, übermäßiger Belastung oder Beanspruchung... Wirft zu guter Letzt die Frage auf, was mit Micro-Schäden am Lack durch das typische Ausharzen der Lärche ist?

Ug-Wert 0,7
1.) Die Rahmen haben bei einer Stärke von ca. 70mm ohnehin nur einen Dämmwert (Wärmedurchgangskoeffizeinten) von ca. 1,0...
2.) Warum dieser (wahrscheinlich unwirtschaftliche) Wunsch nach energiesparenden Gläsern, wenn andererseits der Einsatz einer Klimaanlage geplant ist?

Wenn ich mit meinem Wintergarten so einen Aufwand treibe (und es spricht nichts dagegen, mit dem Auto mache ich das ja auch), fragt sich, wozu ich eine "Systemgarantie" und Energiesparmaßnahmen plane und bezahlen will, obwohl nahezu JEDER WINTERGARTEN unter diesen Voraussetzungen nahezu ewig halten würde...

Ich halte es da eher mit schweristleichtwas: Eine gute Beschattung und Lüftung (idealerweise vielleicht aktiv) ist wohl zu empfehlen. Und natürlich die regelmäßige Pflege (und das materialunabhängig!).


Gruß
Aufklärer
003
16.02.2009, 10:50 Uhr
Fairer


Hallo Ihr Drei,

also erstmal Hut ab vor solch ausführlicher Geschichte mit angehender Beratung..........

Meist kommen bei Beratungsgespräche mehr nicht zu stande und eher extrem weniger. Gut das ihr Euch soviele Gedanken macht.

Doch eines würe mich brennend interressieren, Aufklärer. Der UF - Wert eines Lärchenholzfensters soll in etwa 1,0 sein?? Ich kann mir nicht vorstellen das ich mit einem Holzfenster, selbst mit Lärche, einen Wert von 1,0 erreiche und erst recht nicht zertifiziert. Hast Du es nur aus dem Bauch herrausgeschrieben oder weißt Du näheres? Info wäre klasse.

Zu der 0,7 Ug Wert Verglasung, bleibt zu sagen das Sie auch noch einen ganz anderen Nutzen hat. Bei jeder Art von 2-fach Verglasung kann Strahlungskälte in den Innenraum ströhmen, das bedeutet das ich ab und an das Gefühl bekommen kann, das es nah am fenster zieht. 23 Grad im Innenraum und ca - 7 Grad außerhalb, bedeutet etwa 11 Grad fühlend an der Innenscheibe. Durch 3 - fach Verglasung ca 16 - 17 grad. Da ich in einem Wintergarten ringsherrum von Glas umgeben bin, macht es allein vom Wohlfühlfaktor schon Sinn auf 3 - fach Verglasung zu gehen. Alles ca. Werte und am besten einfach mal ausprobieren. Wenn ich dann die Mehrkosten von 35 € pro m² rechne und dem geplanten Wintergarten zu Grunde lege, kann ich mir selber errechnen was mir mein Wohlfühlgefühl wert ist.

G Fairer
004
16.02.2009, 10:59 Uhr
schweristleichtwas


Anmerkung zu Beschattung und Lüftung: Die Funktion der passiven Lüftung hängt natürlich wesentlich von der Höhe des Wiga ab und man kann damit auch keine Innentemperaturen unterhalb der Außentemperatur erzielen (bei uns sind es im Hochsommer innen ca. 2-3°C mehr als außen).
Wenn die Entlüftung nur auf Zimmerhöhe ist/wäre, sollte man sicher über eine aktive Lüftung nachdenken. Bei uns sind 2 Kippfenster (= der höchste Punkt des Wiga) ca. 3,70m über dem Lufteinlass und da funktioniert die passive Lüftung einwandfrei. Dazu gehört aber auch eine automatisch ausfahrende Außenbeschattung und eine ebenfalls automatisch (frühzeitig) öffnende Entlüftung am höchsten Punkt.

Zur Strahlungskälte: Wir haben eine Zweifachverglasung (ich glaube 1,1 - müßte ich nachsehen) und heizen mit der Kombination Fussbodenheizung/Unterflurkonvektoren. Mit dieser Kombination haben wir weder kalte Füße noch das Zuggefühl vor den Fenstern. Die Strahlungskälte kenne ich übrigens von unserer Eckbank im Erker - da haben wir Heizkörper unter der Eckbank nachgerüstet, damit vor den Scheiben ein Warmluftschleier aufsteigt. Es ist zwar in Summe dadurch nicht wärmer im Raum, aber das Zuggefühl ist weg.
--
Grüße
schweristleichtwas
005
20.02.2009, 19:48 Uhr
micha_wg


Zitat:
schweristleichtwas postete
Hallo micha_wg,
erstmal Glückwunsch zur Entscheidung - wir hatten an unseren Wiga heute beim Mittagessen (draußen weiße Landschaft und Sonne) wieder richtig Freude.

Nachdem die meisten Fragen bei Euch ja schon geklärt sind, habe ich aus Interesse ein paar Fragen:

Wie werden die zwei Drehkippfenster (zur Lüftung) betätigt und wieso Drehkippfenster und nicht nur Kippfenster? Wo kommt im Lüftungsfall die Zuluft her?
micha_wg: Gute Frage! Tja meine Mieterin will die Leiter nicht benutzen, also irgendeine Verlängerung (kostet wieder Geld ==> :-(((
Was steckt hinter der Idee die Halogenspots mit Funk zu schalten? Die Stromkabel müssen doch auch hingelegt werden oder gehen die Spots dann mit Batterie?
micha_wg: Der Wintergarten wird 9 Sparen haben, die jeweils 5 Spots bekommen. Dies wären 9 Schalter, deshalb per Funk (Pro Gerät 4 Halogenlinien). Funksteckdosen gibt es bei Aldi.
Was ist unter „Offene Grundbete“ zu verstehen?
micha_wg: Kannte ich auch nicht. Beete haben nach unten keine Bodenplatte. Anders ausgedrückt. Bodenplatte mit Löchern als Grundbeete.
Angeblich super Beflanzung Südafrika und alles was meiner Mieterin einfällt.
Wieso eigentlich ein Klimagerät? Mit vernünftiger Außenbeschattung/Be-/Entlüfung geht das bei ausreichender Höhe des Wiga auch bestens ohne Klimagerät (ich kann das aus Erfahrung sagen).
micha_wg: Beschattung ist der Jocker. Die KlimaInverter sind spannend, wollte ich zuerst auch nicht glauben. Ich habe mich für Geräte entschieden, die nur 25% Strom brauchen für die produzierte Heiz/Kühlleistung.
Also 500 Watt Strom erzeugen 2000 Watt Heizluft oder Kühlluft. Effizienzfaktor wird in EER (kühlen) und COB (heizen) angegeben. Zusätzlich werden wir den Strom künftig vor Ort erzeugen (Kraftwärmekopplung). Somit erzeuge ich meine 500 Watt ohne Transformations- und Leitungsverluste im Vergleich zum "normalen Strom" aus der Dose.

. . die Antwort hat auch den angenehmen Nebeneffekt, dass ich über die Fortsetzung der "Geschichte" immer gleich per Mail informiert werde.

006
20.02.2009, 19:55 Uhr
micha_wg


Zitat:
schweristleichtwas postete
Anmerkung zu Beschattung und Lüftung: Die Funktion der passiven Lüftung hängt natürlich wesentlich von der Höhe des Wiga ab und man kann damit auch keine Innentemperaturen unterhalb der Außentemperatur erzielen (bei uns sind es im Hochsommer innen ca. 2-3°C mehr als außen).
Wenn die Entlüftung nur auf Zimmerhöhe ist/wäre, sollte man sicher über eine aktive Lüftung nachdenken. Bei uns sind 2 Kippfenster (= der höchste Punkt des Wiga) ca. 3,70m über dem Lufteinlass und da funktioniert die passive Lüftung einwandfrei. Dazu gehört aber auch eine automatisch ausfahrende Außenbeschattung und eine ebenfalls automatisch (frühzeitig) öffnende Entlüftung am höchsten Punkt.
micha_wg: Korrekt, die beiden Eckfenster sind am höhsten Punkt des Wiga, voraussichtlich 3,30 bis 3,90 m.

Zur Strahlungskälte: Wir haben eine Zweifachverglasung (ich glaube 1,1 - müßte ich nachsehen) und heizen mit der Kombination Fussbodenheizung/Unterflurkonvektoren.
micha_wg: Es gab mehrere Gründe für den UG 0,7: Strahlungskälte, Isolierung.
Wir fanden die Konvektoren sehr teuer. Fußbodenheizung an zwei Stellen (Erker und eine weitere Ecke stehen derzeit zusätzlich zu den Invertern zur Diskussion.

Mit dieser Kombination haben wir weder kalte Füße noch das Zuggefühl vor den Fenstern. Die Strahlungskälte kenne ich übrigens von unserer Eckbank im Erker - da haben wir Heizkörper unter der Eckbank nachgerüstet, damit vor den Scheiben ein Warmluftschleier aufsteigt. Es ist zwar in Summe dadurch nicht wärmer im Raum, aber das Zuggefühl ist weg.

007
20.02.2009, 20:22 Uhr
micha_wg


Zitat:
Aufklaerer postete
Hallo micha_wg,


klingt erstmal gut überlegt...

Zweifel bleiben aber besonders hinsichtlich Klimaanlage, 10-Jahresgarantie und Ug-Wert 0,7. Hierzu also ein paar Anmerkungen und Fragen:

Klimaanlage
1.) Bei ca. 45 qm Dachfläche dürften wohl so um die 6.000 - 7.000 Watt Leistungsaufnahme erforderlich sein ("worst Case"-Betrachtung), um die anfallende Hitze im Sommer nur konstant zu halten... Da könnte man gleich alle Energiesparlampen wieder abschaffen, die Ersparnis ist dann nur noch ein Rundungsfehler.
micha_wg: Dachfläche ist auf der Ostseite. Keiner kann oder will mir sagen, wieviel Watt reinkommen.
Ich gehe davon aus, dass der Wintergarten mit einer Kühlleistung von 7000 Watt auskommt. Näheres siehe meine Report No.2
2.) Heizen tun auch die "besten" Klimaanlagen ebenfalls mit Strom. Die aufgenommene Leistung entspricht dabei der eingesetzten Transportenergie für die aus der Umgebungsluft aufgenommene Wärmeenergie. Und hier kommt dann auch schon der entscheidende Punkt: Laut Herstellerangaben (in diesem Falle Mitsubishi) ist spätestens bei einer Außentemperatur von -15 Grad Celsius Schluss mit Heizen, dann muss eine andere Wärmequelle her. Mit anderen Worten: Gerade wenn man die Heizung am dringendsten braucht funktioniert sie nicht!
micha_wg: Wiga ist in Thomasberg. Minus 15 Grad sind bisher die absolute Ausnahme. Durchschnittliche Werte Dez. Febr. -1 Grad (www.msn.wetter.de).
Spitzenwerte waren -8 Grad
3.) Man braucht eine gute Idee, wohin mit dem Kondensat aus dem Kühlbetrieb. Mit einigen Pflanzen im Wintergarten kommen da wohl schnell ein paar Liter täglich zustande.
micha_wg: Das Kondensat geht in die Blumenbeete. Bei Volllast sind das 1,5 Liter pro Stunde
4.) Die Klimaanlage muss zur Vermeidung von Verkeimung regelmäßig gewartet und mindestens einmal jährlich von Grund auf gereinigt werden (ebenfalls Mitsubishi), um keine Sporenschleuder zu haben, die die Atemluft verpestet.
micha_wg: Deshalb nehme ich auch nicht Mitsubishi sondern Toshiba, mehr Infos siehe Report No 2
10-Jahresgarantie
1.) Die bietet Remmers und die bieten auch andere. Das Problem sind immer die Bedingungen (in diesem Falle Remmers): Alle halbe Jahr Behandlung mit einer speziellen Pflegemilch und jährliche Ausbesserungen beschädigter Stellen (wie beweist man als Kunde die Einhaltung?).
micha_wg: Korrekt, ich glaube auch nicht wirklich dran, aber der Herstellprozess der Lackierung hat mich überzeugt.
2.) Die Farbe muss von einem zertifizierten Betrieb und dort nur von Fachkräften appliziert werden. Nun gibt es laut Internetseite von Remmers in Deutschland keine hundert solcher Betriebe und in sage und schreibe 8 Bundesländern sogar gar keinen oder nur einen. Wenn man bedenkt, dass jede Kantel vor dem Verleimen von einer entsprechend ausgebildeten Fachkraft imprägniert werden mus und der ganze Rahmen später ebenfalls von Fachkräften geflutet und gespritzt werden muss bleibt die Frage, wo passiert das? Werden die Bauteile immer wieder hin- und hergefahren? Und wie beweist der Verarbeiter die Einhaltung?
micha_wg: Tja, ebenfalls eine gute Anmerkung. Aber das ist Aufgabe von SEBA. SEBA baut den Wiga auch auf. Ich komme und schaue mir die einzelnen Teile sehr sehr gut an, bevor diese verbaut werden. Ich werde hierzu ausführlich berichten, großes Ehrenwort.
3.) Es werden einige Dinge wie Farbveränderung, Glanzverlust oder sog. Kreidungseigenschaften ohnehin von vornherein von dieser Garantie ausgenommen. Gar nicht zu sprechen von unsachgemäßem Gebrauch, übermäßiger Belastung oder Beanspruchung... Wirft zu guter Letzt die Frage auf, was mit Micro-Schäden am Lack durch das typische Ausharzen der Lärche ist?
micha_wg: Naja,wie bereits geschrieben, geht es mir eher um das Verfahren. Rest wird sich zeigen. Falls es Probleme gibt, werde ich dies berichten, bis hin zu Deklaration einer Warnung vor dem System. Einer muss es ja mal ausprobieren ==> :-)

Ug-Wert 0,7
1.) Die Rahmen haben bei einer Stärke von ca. 70mm ohnehin nur einen Dämmwert (Wärmedurchgangskoeffizeinten) von ca. 1,0...
2.) Warum dieser (wahrscheinlich unwirtschaftliche) Wunsch nach energiesparenden Gläsern, wenn andererseits der Einsatz einer Klimaanlage geplant ist?
micha_wg: Dies sind ja mehrere Aspekte. OK, Scheiben scheinen ja OK, sind natürlich mit Wärmekante. Dann bleibeb zwei Schwachstellen:
Übergang Glas zum Holz und das Holz selbst.
Selbst wenn wir unterstellen, dass die 1,0 gelten, na ja lieber 1,0 rund um das Holz, aber die größte Fläche aus Glas hat 0,7. Keine Ahnung was das im Mittel für den Wiga gibt, oder habe ich jetzt einen Denkfehler?
Wenn ich mit meinem Wintergarten so einen Aufwand treibe (und es spricht nichts dagegen, mit dem Auto mache ich das ja auch), fragt sich, wozu ich eine "Systemgarantie" und Energiesparmaßnahmen plane und bezahlen will, obwohl nahezu JEDER WINTERGARTEN unter diesen Voraussetzungen nahezu ewig halten würde...

Ich halte es da eher mit schweristleichtwas: Eine gute Beschattung und Lüftung (idealerweise vielleicht aktiv) ist wohl zu empfehlen. Und natürlich die regelmäßige Pflege (und das materialunabhängig!).


Gruß
Aufklärer

008
20.02.2009, 20:40 Uhr
micha_wg


Report No. 2 Teil 4:
SEBA:
Bedingt dadurch, dass es ein kleiner Betrieb ist, ist man bemüht Anfrage schnell zu beantworten, allerdings dauert es machmal doch eine Woche :-(
Reaktionsverhalten hat sich konstant auf das We verlagert. Ist aber OK.

Weiteres Vorgehen:
a.
Schnellstens den Dachrückbau vornehmen, um das Höhenmaß an SEBA weiterzuleiten:
Soll in den nächste 2 Wochen passieren. Bin mal auf die Lösung mit der Regenrinne oberhalb des künftig angepflanschten Wiga gespannt. Ist über MyHammer.de gelaufen (Portal ist sehr fehleranfällig und häufig nicht verfügbar, allerdings für Auftraggeber kostenfrei)
b.
Elektro vorbereiten
Es wird eine separate Unterverteilung geben:
6 Sicherungsautomaten für Licht und Strom, 2 Sicherungsautomaten für die Invertergeräte und eine für die Fußbodenheizung.
c.
Klärung von Klima
Derzeitiger Favorit ist Toshiba "Super Daiseikai" UND kein Multiklimasplit (1 Außengerät und > 1 Innengerät. Ich setze 1:1 ein. Also 1 Innengerät hat 1 Außengerät. WUNDER: Ist günstiger und effizienter, komisch oder ?
OK, warum Toshiba statt die anderen ?
COB (Wirkungsgrad Wärmen) und EER (Wirkungsgrad Kühlen) sind derzeit die BESTEN (kann sich jederzeit ändern). Zusätzlich hat Toshiba einen Grobfilter aus Katechin zur Beseitigung von Verunreinigungen und Neutralisierung von Viren UND Selbstreinigungsfunktion: Nach Betriebsende trocknet der Ventilator den Wärmetauscher und gibt noch eine sehr geringe Menge Ozon als Desinfektion ab, verhindert somit angeblich Schimmel.
Ein paar technische Daten: Bei 500 Watt erzeugt das Gerät knapp 2500 Watt Heizleistung (COB 5,1) bei 950 Watt werden 4200 Watt Heizleistung (COB immer noch 4,42) erzeugt. Mehr dazu im nächsten Report, sobald ich die Teile in der Hand habe, dann berichte ich über alles rund um Klimazubehör und und und inkl. der Dinge, die ich garantiert nicht bedacht habe ==> :-)

d.
Beauftragung der Ausschachtung
Bonner Mafia. Wahrscheinlich fahre ich selbst den Bagger zum Ausschachten.
009
21.02.2009, 19:30 Uhr
schweristleichtwas


Hallo micha_wg,
ich finde es äußerst ehrenwert, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit anderen teilen wollen und/oder ggf. schlechte Erfahrungen mit der Lackierung „bis hin zu Deklaration einer Warnung vor dem System“ als erster veröffentlichen wollen.
Ich bin mit unserem Wiga Gott sei Dank so zufrieden, dass ich wieder mit derselben Firma bauen würde und alles wieder so machen würde wie es ist. Es gibt daher keinen Anlass habe, vor mancher Technik o.ä. zu warnen (außer vielleicht vor der Wintergartensteuerung Wincon 600 die vor der jetzt installierten elsner montiert war).
Ich möchte Sie auch nicht von Dingen, für die Sie sich entschieden haben, abbringen. Ich muss allerdings sagen, dass ich aufgrund unserer Erfahrung manches anders machen oder zumindest jetzt schon die technischen Voraussetzungen schaffen würde, um das System später optimieren oder einen Joker auch wirklich ziehen zu können.

Drehkippfenster
Wenn es noch möglich ist, würde ich aus den Drehkippfenstern Kippfenster machen. Erstens ist es billiger und zweitens werden Sie die Fenster aufgrund der Höhe „voraussichtlich 3,30 bis 3,90 m“ wohl nur mit einer Verlängerung kippen aber selten bis nie ganz öffnen.
Ich würde an Ihrer Stelle zumindest ein Kabel an die Stelle legen, an der man später mal einen Motor montieren kann – falls statt der Verlängerung mal ein Antrieb für das Fenster nachgerüstet werden sollte.
Das Kabel sollte man irgendwo an zentraler Stelle im Wiga ankommen lassen, wo man später auch einmal eine Steuerung für den Joker (Außenmarkise) anbringen kann, denn ohne eine solche Steuerung kann man den Joker/Markise nur sehr eingeschränkt nutzen. Für den Joker würde ich auch gleich noch ein mindestens 5-adriges Kabel (je nach Steuerung können es auch 10 Adern werden) an eine Stelle außen am Wiga ziehen, an der später ein Wind-/Regenfühler montiert werden soll. Zu einer Entlüftung gehört natürlich auch Zuluft, weshalb ich mir an Ihrer Stelle auch über die Schaffung von Zuluft an einer tiefen Stelle noch Gedanken machen würde.

Funksteckdosen und 5 Spots in jedem Sparren
Bei 9 Sparren a’ 5 Spots wären das bei Ihnen 45 Leuchtkörper. Wenn man minimal 10W pro Spot annimmt, dann ist das in Summe fast die Lichtstärke eines Strahlers mit 500W. So einen habe/hatte ich vor der Garage montiert und mit dem kann man ein große Fläche fast taghell erleuchten (habe erst kürzlich die 500W-Lampe gegen eine mit 300W ausgetauscht, denn der Stromverbrauch des Teils war nicht schlecht).
Unsere Erfahrung/Praxis ist, dass wir im Wiga relativ wenig Beleuchtung benötigen, denn hier ist es nicht nur im Sommer wesentlich heller als im Haus und abends (meine Frau liest gerne auf der Liege im Wiga) ist meist nur eine Steh-Leselampe eingeschaltet. Hierfür haben wir eine Bodensteckdose vorgesehen (die man zusätzlich mit einem normalen Lichtschalter aus-/einschalten kann). Wir haben noch 6 Deckenstrahler und eine abgehängte Stromschiene mit der wir den Esstisch separat sowie 2 weitere Strahler schalten können. Benutzt werden die aber sehr wenig.

Heizen/Kühlen/Lüften
Ich habe mir die Seba-Internetseite angesehen und was da zu diesen Themen steht, überzeugt mich ehrlich gesagt nicht. Hier würde ich an Ihrer Stelle einen Heizungs/-Lüftungs- oder Wintergartenexperten (?) zu Rate ziehen. Das Lüftersystem „Hitzetrimmer und Ziegelpuffer“, das Sie wohl nicht nehmen, erinnert an das Schenjesse-System (seba und schenjesse lagen im Forum schon mal im Clinch).
Was soll man von einer Aussage zu einer freiblasenden Gebläseleistung mit 2.600qbm/h halten? Das bringt das Gerät ohne angeschlossene Leitungen auf der Saug- und Druckseite. Im eingebauten Zustand bringt das Gerät noch leicht die erforderliche Luftmenge??
Das ist ungefähr so als wenn man den Verbrauch eines Autos ohne Luft-/Rollwiderstand/Wirkungsgrad Motor 100%/etc. angeben würde (dann hätten wir wohl schon das 1l-Auto). Im eingebauten Zustand bringt das Gebläse dann nur noch „die erforderliche Leistung“? Beim Auto wäre das dann so, dass der Hersteller sagen könnte, dass es auch unter Berücksichtigung aller Widrigkeiten noch fährt.
Abgesehen davon ist eine Gebläseleistung von 2.600qbm/h für 60qbm umbauten Raum überdimensioniert. Wenn man für diese maximale Gebläseleistung die Luftgeschwindigkeit am Übergang in das KG-Rohr ausrechnet, dann kann man wohl von einem „leichten Strömungsgeräusch“ ausgehen.
Auch bei der Klimatisierung überzeugt die seba-Seite nicht, denn was nutzt Ihnen eine Klimaanlage, die auf kleinster Stufe kaum hörbar ist. Falls die im Hochsommer geforderte Kühlleistung nur in der höchsten Leistungsstufe erreicht wird, dann ist das wie beim Auto (zumindest bei unserem) – die kleinste Lüfterstufe hört man kaum, aber wenn man im Sommer richtig kühlen will, muss es etwas mehr Lüfterleistung sein und dann hört man (übertrieben) das Radio kaum mehr.
Sie haben eigentlich optimale Verhältnisse für eine passive Belüftung ohne Energieverbrauch und vor allem ohne Lüfter-/Strömungsgeräusche. Ich würde es umgekehrt machen und sofort eine Außenbeschattung montieren und bei Bedarf den Joker ziehen und eine Klimaanlage nachrüsten. Was an Wärme nicht reinkommt, muss man mit einer Klimaanlage nicht teuer runterkühlen. Auch wenn Sie den Strom selber machen.
--
Grüße
schweristleichtwas
010
22.02.2009, 12:38 Uhr
micha_wg


Hallo schweristleichtwas,

vielen Dank für die zahlreichen Anmerkungen. Werde ich nachfolgend abarbeiten ==> :-)
Grundsätzlich habe ich wenig Angst vor meine Erfahrungen im positiven wie negativen zu berichten. Sollte ein Hersteller dann auf Unterlassung oder ähnliches .... dann habe ich immer noch meinen Anwalt. Vielleicht etwas naiv:
"Was wahr ist sollte wahr bleiben". Also wenn die Remmers-Geschichte nicht funktioniert, werde ich genauso berichten wie den positiven Fall.
Gleiches gilt auch für SEBA, wie ja aus meinem Report deutlich wird.
Nun zu Ihren Punkten:
Gute Idee, ich werde zusätzliche Kabel für eine evtl. Beschattung schon mal anbringen (ich hoffe allerdings, dass mich die Ostseite davor bewahren wird).
Ebenfalls gute Idee, Kabel für einen evt. Montor der DK-Fenster vorzusehen. By the way, der Unterschied Dreh-KIpp oder nur Kipp ist wirlich maginal.
Eine manuelle Steuerung vs. Elektrosteuerung werde ich schnellstens checken. DANKE für den Tipp.
LICHT:
Jede Halogenreihe kann einzeln angesteuert werden (sind übrigens 5 * 20 Watt). Also kann ich 0 bis 900 Watt ansteuern, je nach Bedarf.
FRAGE: Hat jemand mit der Wärmeentwicklung bei 20 Watt pro Loch im Balken Erfahrung???
Zusätzlich haben wir noch ein paar Wandleuchten an der jetztigen Außenwand/ künftigen Innenwand des Wiga.
Heizen/Kühlen/Lüften:
Tja, ein spannendes Thema. Vielleicht noch ein paar Hintergrund Infos. Die Anlage kommt nicht von SEBA (verkaufen nur Mitsubishi Electronics) sondern von einem Klimageräte-Experten. Hier haben wir und nach langem hin-und her für Toshiba (wegen COB/EER und Antiviren-Mechanik) entschieden.
Mit der Außenbeschattung würde ich Ihnen sofort zustimmen, wenn wir einen Wintergarten in Südausrichtung haben. Ansonsten mal ein paar Werte für eine evtl. weiteren Diskussion:
Kühlleistung geht von 0,6 KW bis 4,5 KW pro Gerät pro Stunde.
Heizleistung geht von 0,6 KW bis 6,9 KW pro Gerät pro Stunde.
Schalldruckpegel Kühlen: 27 bis max. 43 pro Gerät.
Zum Vergleich:
bis 20 dB Flüstern, Atmen, Blätterrascheln im Wind
20- 40 dB Leise Unterhaltung, tropfender Wasserhahn, leichter Regen
40- 60 dB Normale Unterhaltung, Bürogeräusche, gemäßigter Alltagslärm
60- 80 dB Küchen- und Bürogeräte, Haarfön, Fabrikgeräusche, laute Stimmen
80- 90 dB Lauter Straßen- und Eisenbahnverkehr, Industrielärm, Maschinen
90-100 dB Starker Autolärm, laute Maschinen, aufgedrehte Stereoanlage
100-110 dB Disco, Rockkonzert, Fluglärm, Autorennen, Preßlufthammer
110-130 dB Tiefflieger, Flugzeuglandebahn, Martinshorn, Explosion, Schuss
Bezüglich der Aussage, was nicht ein Wärme reinkommt, muss nciht teuer runtergekühlt werden: Korrekt.
Die Frage ist nur, wieviel kommt rein auf der Ostseite?
UND gestatten Sie mir noch eine ökonomische Frage: Das Dach hat über 45 qm Dachfläche (10,50 in der Breite) ==> Das sind große Kosten.
Die Kombi: Heizen/Kühlen mir einen Wirkungsgrad > 4 ist schon beeindruckend.
UND es geht schnell (hoffentlich).
Wir werden einen kleinen Teil des Wiga mit einer Innenbeschattung versehen, aber eher wegen des Sichtschutzes. Machen wir selbst und kostet pro Bahn an Material (Stoff, Öhsen, Stahlseile und Befestigung) knapp 60 Euro. Wir werden erst mal 4 Bahnen als Sichtschutz (theoretisch könnten unsere Dachnachbarn ja bei meiner Mieterin in den Wiga schauen (jaja) installieren.
Also, ich werde berichten. Evtl. liege ich mit meinem Klimageräten voll daneben, dann werde ich dies schonungslos offenlegen ==> :-)
DANKE und Gruß, micha_wg
011
22.02.2009, 16:21 Uhr



Hallo micha_wg

Was die Holzauswahl und die lackierung betrifft, habe ich meine bedenken,
Schäden werden sich erst nach Jahren zeigen, die sind schön unter dem Lack versteckt, wenn die Garantie mal rum ist, können sie nur hoffen, das sie mit einem versteckten Mangel durchkommen, was ich auch nicht glaube.
Ich würde mir keinen Wintergarten so bauen, obwohl ich als Schreinermeister auch Holz liebe, baue ich meinen eigenen Wiga aus Alu
--
Gruß aus Franken

http://www.wintergarten24.info
012
22.02.2009, 17:42 Uhr
schweristleichtwas


Hallo micha_wg,
zu den Halogeneinbauspots. Wenn Sie so eine Flutlichanlage schon unbedingt haben wollen - wie soll man sich das vorstellen? Wollen Sie in den Sparren mit einem Dosenbohrer/-fräser Löcher schaffen, in die die Strahler dann eingebaut werden. An die Stellen müßten dann wohl oberhalb der Balken (zwischen dem Glas oder wo) die Kabel zu den Spots gezogen werden. Haben Sie schon einmal geprüft, welchen Querschnitt diese Stromkabel haben müssen? Bei Halogen fließen da sehr hohe Ströme und die sollte man beim Kabelquerschnitt berücksichtigen. Sind die Aldi-Funksteckdosen (deren Sinn ich immer noch nicht ganz verstanden habe) dimmbar?

Im Forum haben sich mit dem Thema schon mal Leute beschäftigt
http://www.wintergarten-ratgeber.de/forum/showtopic.php?threadid=447

Stellen Sie sich so etwas vor?
http://www.tilo.com/d_home.htm?wanddecke/d_beleuchtung_einbau.htm
Der Satz "energiesparend durch Niedervolttechnik" ist denkwürdig!!

Die Einbautiefe für solche Spots ist zwar nicht groß, aber einen Bohrdurchmesser von 56mm hätte ich bei unseren Sparren (70mm) sicher nicht riskiert und ich glaube auch, dass uns das unser Wigabauer schon aus statischen Gründen abgelehnt hätte.
--
Grüße
schweristleichtwas
013
22.02.2009, 19:02 Uhr
micha_wg


Hallo ,

Dank für den Kommentar. Tja jetzt wird es systemisch ==> Holz, Alu, Kunststoff.
Ich habe grundsätzlich Vertrauen zu Holz (besitze ein 300 Jahre altes Fachwerkhaus). Das A und O ist, das kein Wasser auf dem Holz stehen bleibt, da hilft in der Tat kein Lack. Konstruktiver Holzschutz ist ein absolutes MUSS.
Also, die Schwellbalken sind kritisch, ebenso Dachübergänge im Traufbereich. Wenn hier nicht absolut sorgfältig gearbeitet wird, fängt jedes Holz an, im Laufe der Zeit zu faulen. Mit meinen Erfahrungen aus dem Fachwerkbau achte ich sehr stark auf das, was SEBA dort aufbaut. Das war auch der Grund, warum ich nicht selbst aufbaue, obwohl ich aus dem Bausektor bin. SEBA hat hier die Möglichkeit zu beweisen, dass Ihre Wiga > 10 Jahre ohne Probleme halten, deshalb sollen die SEBA Leute fertigen und aufbauen.
Ich schaue mir die Teile vor und nach dem Einbau.
Aber klar, hinter den Lack kann keiner schauen, wenn Kabilarrisse entstehen, ja dann. Aber SEBA hat ja hier den Lead und wir hoffen ja alle, dass das Forum noch lange besteht und wir über Langzeiterfahrungen der neuen Generation Holz-Wiga berichten können.

Dank und Gruß, micha_wg
014
22.02.2009, 19:16 Uhr
schweristleichtwas


. . wieso muss denn eigentlich das Dach weg? Wir sind auch direkt unter den Dachüberstand gegangen und die Dachrinne konnte bleiben (was mir sehr sympathisch war).
Der Anschluss des Wiga ans Dach erfolgte mit einem Blech das wohl unter die Dachpappe geschoben wurde (war da leider nicht dabei). Dicht ist es aber offenbar :-))
Beide Seiten wurden dann mit Holz bis zur Dachuntersicht verkleidet. Bei Interesse kann ich Ihnen ein Foto mailen.
--
Grüße
schweristleichtwas
015
22.02.2009, 19:17 Uhr
micha_wg


Hallo schweristleichtwas,

Dank für Ihren erneuten Kommentar. Also die Sparren sind 80 mm breit.
Überlegungen gehen Richtung 100 mm wegen der Optik (Statik ist das egal, weil eh berechnet).
Korrekt, es wird ein Loch plus eine Fräser im Durchmesser des Spot (beweglich) gebohrt.
Bezogen auf die Halogens: Sind als 5er Set schon fertig konfiguriert. Trafo liegt in der künftigen Innenwand versteckt neben der Funksteckdose. Von dort aus geht das Kabel über den Balken von Loch zu Loch/ Halogen zu Halogen. Die Trafos sind dimmbar. Ebenso die Funksteckdosen (!wichtig, weil die teueren Unterputz das meist nicht können).
OK, warum Funk:
1. Bequemlichkeit, weil ich nicht zum Schalter rennen muß, sondern per Fernbedingung ein- und ausschalten bzw. dimmen kann.
2. Ich vermeide zusätzliche 9 Schalter
Ist die Idee OK?

Viele Grüße, micha_wg
PS: Flutlicht, klaro - jeder soll doch den Wiga sehen ==> :-)
016
23.03.2009, 10:58 Uhr
schweristleichtwas


Hallo micha_wg,
wie geht es dem Baufortschritt? Schon selber gebaggert? ;-)
--
Grüße
schweristleichtwas
017
23.03.2009, 13:13 Uhr
PiaundCo


Hallo micha_wg,

nochmal was zur Beleuchtung: Ob das mit den 20Watt-Lampen im Holzsparren so funktioniert, ist so eine Sache (Wärme, Wärmeabfuhr, Hinterüftung ...). Ein anderes Problem ist die Stromversorgung ganz allgemein. Thema "5er Set schon fertig konfiguriert". Wichtig ist, dass bei den erforderlichen Längen ein gewickelter Travo und kein Elektronischer verwendet wird. Auch zum Leitungsquerschnitt sollte man sich Gedanken machen. Vom Travo an der Wand (neben der Funksteckdose), hoch zum Dach, über die ganze Breite von rund 10 Metern und dann bis zum letzten Spot - da kommen im Extremfall 20 Meter Kabellänge zusammen. Also mal ganz aus dem Bauch: 6 mm² würd' ich da schon nehmen, damit bei 12 Volt noch genügend Saft ankommt.

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Ich persönlich halte es für optisch ungeschickt (um es mal vorsichtig auszudrücken), 9 Sparren mit je 5 Spots zuzupflastern. Es sind ja nicht nur die 56 mm Montagebohrung, sondern auch noch der Leuchtenkranz, so dass da schnell mal ein Außendurchmesser von 70/80/90 mm zustande kommt. Mal abgesehen davon, dass man dann ja auch 9 Lichtreihen individuell einschalten und dimmen muss. Es gibt elegante kleine Einbauspots (Stichwort "Sternenhimmel", z.B. http://www.brumberg.com), die erfordern eine Einbaubohrung von 26 mm und sind aufgesetzt, halb versenkt oder ganz versenkt. OK, man kann den Spot dann nicht mehr ausrichten, aber braucht man das wirklich im Wintergarten? Wir haben (bei zugegeben "nur" 3 x 6 Metern) insgesamt 13 solcher Spots mit je 20 Watt an einem 300 Watt Travo angeschlossen. Bei maximaler Dimmung hat man eine angenehme Grundbeleuchtung, damit der Raum kein "dunkles Loch" ist, bei vollen 260 Watt ist der Wintergarten super Hell und sehr gleichmäßig ausgeleuchtet.
018
01.04.2009, 16:11 Uhr
schweristleichtwas


Hallo micha_wg,
vor Jahren hat Seba-Wintergärten in mehreren Freds versucht Werbung zu machen und die sind dann irgendwie im Sande verlaufen. Geht es uns jetzt wieder so?
--
Grüße
schweristleichtwas
019
01.04.2009, 17:24 Uhr
micha_wg


Hallo *, hallo schweristleichtwas, hallo piaundco,

ich versuche mal alles zu beantworten.
Zu mehreren Freds versucht Werbung:
Verstehe ich nicht so ganz. Ich bin nicht Seba sondern Kunde!
Zur Beleuchtung:
Verstehe die Argumentation. Es sind je Balken eh nur 5 Spots beginnend mit einer Höhe von 3,80 und dann alle 35 cm. Somit sind die Spots eh nur im oberen Sparrenbereich. Sieht das trotzdem doof aus?
Wärmeentwicklung: JA. Ich versuche das durch ein Loch (muss ja eh das Kabel durch) zu vermeiden. Durchmesser: 14mm. Ich kläre noch, ob ich dann statt eines 80mm Sparren einen 100mm breiten Sparren nehmen muß.
Sollte reichen, oder ?
Eine weitere Idee wäre, nur jeden zweiten Sparren mit Halogen zu munitionieren ==> :-)
Ideen sind willkommen.
Nun zu meinem Tagebuch:
1. Ärger mit dem Bauamt ==> Bürokratiethema, braucht einfach nur Geduld und Nervenkraft.
2. Elektro: In der Außenhauswand ist alles verlegt, Unterverteilung montiert
3. Dachrückbau ist abgeschlossen.
4. SEBA Kommunikation ist echt bescheiden. Reaktionszeiten auf emails größer 3 Tage. Würde ich das nächste Mal vertraglich vereinbaren.
Jetzt folgt das genaue Aufmaß für den Holzständer. Allerdings fehlen mir noch zwei Angaben von SEBA.
4. Nächste Woche soll der Aushub für den Ringanker vorgenommen werden.
Dann melde ich mich wieder. Kommentare und Anregungen gerne.
UND SORRY für meine späte Rückmeldung. War busy.

Viele Grüße, micha_wg
020
14.05.2009, 20:56 Uhr
schweristleichtwas


Hallo micha_wg,
ist es ein gutes oder schlechtes Zeichen, dass kein Fortschrittsbericht mehr kommt?
--
Grüße
schweristleichtwas
021
12.06.2009, 21:13 Uhr
schweristleichtwas


. . scheinbar ist der Bau eingestellt ;-)
--
Grüße
schweristleichtwas
022
13.07.2009, 22:59 Uhr
micha_wg


Hallo Zusammen,

leider gibt es mit SEBA bezüglich des Aufbautermins Stress. Derzeit befindet sich SEBA aus meiner Sicht trotz Nachfrist in Lieferverzug. Ich habe die Sache nunmehr meinem Anwalt übergeben!

Mit frustrierten Grüßen, micha_wg
023
15.07.2009, 16:07 Uhr
schweristleichtwas


Hallo micha_wg,
das ist schade, dass es schon soweit gekommen ist.
--
Grüße
schweristleichtwas
024
03.10.2009, 07:21 Uhr
schweristleichtwas


Zitat:
micha_wg postete
Hallo Zusammen,

leider gibt es mit SEBA bezüglich des Aufbautermins Stress. Derzeit befindet sich SEBA aus meiner Sicht trotz Nachfrist in Lieferverzug. Ich habe die Sache nunmehr meinem Anwalt übergeben!

Mit frustrierten Grüßen, micha_wg



. . steht der Wiga mittlerweile?
--
Grüße
schweristleichtwas
Seiten: > 1 < [ 2 ]     ]  



Forum Archiv FAQ      Wintergarten-Forum      Partnerseite alles zum Thema Wintergärten im Wintergarten-Ratgeber

Wintergarten - Leitfaden.NET  http://www.wintergarten-ratgeber.de/forum/tt-2743-xml-erfahrungen-beim-bau-eines-wintergartens-(report-tagebuch).html  Archiv

Forum Wintergarten Allgemein NEU  |  Forum Wintergarten - Technik Neu