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Wg Bodenplatte

Autor Thread - Seiten: > 1 <
000
21.11.2008, 17:22 Uhr
der_Didi


Halo Liebe Gemeinde,

wir planen unsere Terrasse (dünne Betonplatte) in einen WG zu verwandeln.
Der Vertreter eine der Firmen welche wir in betracht ziehen sagte uns das wir
Probleme mit dem kalten Boden im WG bekommen werden. Er meinte der Boden müsse von unten noch Isoliert werden da sonst alles feucht werden kann.

Ist an seiner Äusserung etwas dran oder will er die Kosten nur hochtreiben ?


Didi
001
21.11.2008, 19:42 Uhr
schweristleichtwas


Wie dünn ist die Bodenplatte? Liegt die Bodenplatte nur auf einer Kiesschicht (was bei Terrassen oft der Fall ist) oder besteht z.B. ein frostsicheres Streifenfundament?
Bei einer dünnen Bodenplatte würde ich zuerst ein statisches Problem befürchten, was meines Erachtens fast schwerer wiegt, denn wenn die Bodenplatte nicht stabil ist, kann/wird es zu Schäden am Wiga kommen.
--
Grüße
schweristleichtwas
002
21.11.2008, 20:05 Uhr
der_Didi


Die Terrasse hat umlaufend ein 80 cm tiefes Ringfundament.
Das was an Beton übrig geblieben ist wurde für die Platte verwendet.
Die Platte ist teilweise nur 3 cm dick. Die Platte wurde einfach nur über die Sandschicht gegossen auf welcher früher die Gehwegplatten lagen welche die Terrasse befestift haben.

Didi
003
21.11.2008, 20:17 Uhr
schweristleichtwas


. . . dann ist zwar wohl nicht mit Setzungen im Außenbereich zu rechnen, aber aufsteigende Feuchte kann man damit fast garantieren. Was soll der Wiga denn für einen Boden bekommen? Fliesen würde ich auf der Bodenplatte nicht aufbringen, denn die werden nach kurzer Zeit brechen oder locker werden.

Ich weiß aber auch nicht, was es bringen soll, diese dünne Platte zu isolieren - denn davon wird die Platte auch nicht stabiler. Ich rate zum wegstemmen und dann neu betonieren. Wird die Bodenplatte dann höher als der Raum an den der Wiga anschließt?

Grüße
schweristleichtwas
--
Grüße
schweristleichtwas
004
21.11.2008, 21:32 Uhr
der_Didi


Nun die dünne Platte wurde vor 15 Jahren gegossen und gefliest (man träumt hier nämlich schon lange vom WG).
Natürlich ist die Platte schon gerissen.
Für uns gab es eigendlich 2 Gedankengänge.

1. Auf die Platte kommt ein Belag aus Holz.
2. Wir entfernen die Platte und bauen sie neu mit Isolierung und Hzg. neu auf.

Aus Kostengründen haben wir natürlich mit der 1. Lösung geliebäugelt.

Der WG wird später etwas tiefer liegen als das angrenzende Gebäude.

Das Fenster zur Terasse ( dem späteren WG ) soll nicht entfernt werden.
Der WG soll nicht zu Wohnzwecken genutzt werden.
Die Temperatur soll aber nicht unter 10 Grad abfallen.

Didi
005
23.11.2008, 21:19 Uhr
terrawiga


Der Vertreter einer der Firmen welche Ihr in Betracht zieht, hat für den Fall, daß seine Firma den Auftrag bekommt wahrscheinlich recht. Sein Vorschlag berücksichtigt die Interessen des Auftragnehmers genau so wie Eure, die Ihr ...(?) Jahre Gewährleistung erwartet. Alles Andere (einschließlich meiner Ausführungen) sind Kompromisse:

Falls das 80cm tief geründete Fundament intakt- und in der Lage ist die Lasten aus dem Wintergarten aufzunehmen, macht Eure Überlegung ( nach 1.) durchaus Sinn. Wichtig ist dann jedenfalls -wie oben schon gesagt- eine Feuchtesperre unter dem Holz. Wenn Ihr bei den amtlichen Wintertemperaturen eine Innentemperatur von >=10° erwartet wird es wohl nicht ohne gelegentliche Wärmezufuhr gehen. Deshab wäre auch eine Mindestisolierung zwischen Fliesenbelag und Holz anzuraten. Der Winterartensockel sollte mindestens so hoch (und isolierend) ausgeführt sein wie der neue Fussbodenaufbau. Der Wintergarten genau so groß wie die derzeitige Terrasse. Feuchtesperre auch zwischen Fundament und Wintergartensockel planen. Und den Wintergartenbauer fairerweise von der Gewährleistung für Alles entbinden, was sich unterhalb der von Ihm gelieferten Konstruktion abspielt oder von dort hervorgerufen wird.

herzliche Grüsse aus der Welt der schönen Wintergärten
terrawiga
006
24.11.2008, 20:15 Uhr
der_Didi


Tja, dann wird mir woh nichts anderes übrigbleiben als die Platte zu entfernen.
Das ganze hat aber auch Vorteile, in die neue Platte kann ich gleich die Heizung mit einlegen.
Da es sich bei mir um ein Reihenhaus handelt wird die Hauptlast am Gebäude und auf 4 Punkten der Vorderfront stehen.
Ein weiterer Vorteil, ohne die alte Platte kann ich meine Kellerwände endlich mal von aussen Isolieren.

Didi
007
24.11.2008, 20:31 Uhr
schweristleichtwas


. . wenn ein brauchbares Fundament schon existiert, ist der größte Teil der Arbeit ja schon gemacht. :-))

Ich würde die Heizung dann aber auch nicht in die "Platte einlegen", sondern oben darauf und zwischen der Platte und der Heizung auch noch eine Isolierung einbringen.
Die Heizung in die Platte einzubringen wird wohl daran scheitern, dass die mit Eisenmatten bewehrt werden sollte. Aber das wird eine Baufirma schon fachgerecht ausführen.

Gruß
schweristleichtwas
--
Grüße
schweristleichtwas
008
25.11.2008, 18:43 Uhr
der_Didi


Baufirma ? Schreib ich so als ob ich mir das leisten könnte ;-)

Es wird gebuddelt. Dann wird eine neue Grundplatte gegossen.
Diese Platte wird mit Bitumenbahnen gegen Erdfeuchte gesperrt. Darauf kommt die Isolierung.
Darüber noch eine Platte mit Heizung und Eisenmatten.

Didi
009
26.11.2008, 09:50 Uhr
schweristleichtwas


hört sich absolut fachgerecht an ;-)
Wenn es die Finanzen zulassen, kann man ja auch noch eine Baufolie als erste Sperre gegen aufsteigende Nässe schon unter die unterste Platte legen.
Die "obere Platte" mit der Heizung heißt bei uns in Bayern übrigens Estrich - armieren kann man diesen Estrich auch mit Glasfasern statt Eisenmatten (oder sogar beides, wenn die Platte nicht sehr dick werden darf/kann). Die oben genannten Eisenmatten würde ich persönlich in die untere der beiden "Platten" einlegen. :-))

Bin auch keine Experte und mache auch viel selber, kenne aber Experten, die ich dann frage, bevor ich zu murksen/basteln anfange.

schweristleichtwas
--
Grüße
schweristleichtwas
010
26.11.2008, 10:29 Uhr
Fairer


vielleicht die einfachste aber auch eine sehr gute lösung, fachgerecht ist sie auch, wenn Ihr wie "Schweristleichtwas" beschrieben hat, erst unterhalb eine Folie auslegt und die Betonplatte dann noch oberhalb mit Bitumen abisoliert.

und kostenintensiv ist es nun wirklich nicht!!

Ein Tip vielleicht am Rande.

Euer Wintergartenerbauer soll Euch die Bodenarbeiten mit anbieten. Wenn Er die Arbeiten selber verrichten möchte muss Er dafür geschultes Personal haben und gleichzeitig dieses Gewerk angemeldet haben. Ist das nicht der Fall so wird Er dieses Gewerk von einem Fachmann verrichten lassen, der Ihm zuvor ein Angebot dafür unterbreitet hat. Auf dieses Angebot muss der WG-Erbauer einen Aufschlag berechnen, da im Falle einer Reklamation, Er für Euch in die Gewährleistung tritt und nicht der Tiefbauer. Sollte es den Tiefbauer dann nicht mehr geben, den der WG-Erbauer in die Gewährleitung nehmen würde, so muss Er eine andere Fa. damit beauftragen die Mängel zu beseitigen. Dieses Risiko hat sich der WG-Erbauer vorher als Aufschlag mit eingerechnet!
Das bedeutet, ein Direktangebot vonm einem Tiefbauer wird in fast jedem Falle für Euch günstiger sein als über den WG-Erbauer!!!


G Fairer
011
26.11.2008, 12:26 Uhr
Licky


Also bei unserem Fundamet war es so.
Wir haben ein Ringfundament 80cm tief gebudelt, dann die Folie drüber beschwert mit Eisenmatten. Im Anschluß kam Beton drauf. Als es trocken war haben wir Bitumebahnen drauf gezogen, als der Wiga stand haben wir die 8cm dicken Dämmplatten ausgelegt und darüber kam die Fußbodenheizung und dann der Estrich.

Wenn die Feuchtigkeit von unten kommt riecht es nach Keller im WIGA.


Die Fußbodenheizung ist ein Traum.
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