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12.07.2004, 15:50 Uhr
Wolfram Becker
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Hallo Neumann,
wir sind zufriedene Kunden von Fa. Zitzmann. Nach langer Suchphase, die mit Fahrten zu den verschiedensten Wintergertenbauern in ganz Deutschland verbunden war, haben wir uns im Sommer 2002 für die Fa. Zitzmann als Wintergartenbauer entschieden.
Das Projekt: Kein typischer Wintergarten, sondern ein Glashaus (oder "Lichthaus", wie unser Architekt gern sagt) als verbindendes Element zwischen Alt- und Neubau. Glashaus und Neubauerdgeschoss bilden zusammen einen großzügigen (ca. 60m²) ganzjährig bewohnbaren Wohnbereich. Das alles ist sehr schön zu sehen auf http://www.zitzmann-wintergartenbau.de. Dort finden Sie in der Holz-Alu-Wintergarten-Galerie die Bausituation, leicht zu erkennen an den spektakulären Luftaufnahmen.
Die Suche: Wer sich auf die Suche nach einem Wintergartenbauer macht, der erlebt ja recht kuriose Sachen: Zum Beispiel das "SUPER"-Angebot eines WG-Bauers aus der Röhn: "Wir können Ihnen großzügige Rabatte einräumen, wenn Sie uns nach dem WG-Bau als Refernenz so 5-6mal im Jahr zu Verfügung stehen". Ergebnis: das zweitteuerste Angebot überhaupt!
Oder die Versicherung eines WG-Bauers aus dem süddeutschen Raum, allerfeinste Qualität zu liefern: " Wir liefern Ihnen den Mercedes unter den Wintergärten. Qualität kostet, aber es ist doch gut zu wissen, dass man etwas besonderes hat...". Ergebnis: Hochpreisige Wintergärten, das Plus an Qualität war - zumindest auf Anhieb für uns Laien - nicht zu entdecken.
Oder der auf Plastik schwörende Vertreter einer Mannheimer Firma, der beim Betrachten der Einbausituation merklich blass wurde. Er versicherte zwar, das sei alles überhaupt kein Problem, wurde aber danach nie mehr gesehen. Auf sein "Angebot" warten wir noch heute...
Am besten war jedoch ein Wintergartenlieferant mit einer Lösungen von der Stange, der sich zu folgender telefonischen Diagnose hinreissen liess: "Die besondere Einbausituation dürfte kein Problem sein, denn Sie bauen den Wintergarten ja von oben nach unten. Und was die Bodenplatte betrifft -ist eigentlich nicht nötig, Sie gründen den WG ja auf Hartholzpfählen..." Ja, da gruselt's einen schonmal.
Da machte uns Herr Jörg Zitzmann doch ein viel sympatischern Eindruck: er schien nicht zuviel zu versprechen sondern überzeugte mit kompetenter Beratung. Auch liess er sich von der krummen Anschlusswand des Altbaus nicht abschrecken. Alle Maße wurden sorgfältig aufgenommen, das bereits aufgrund unseres Bauplans vorliegende erste Angebot wurde nochmal überarbeitet und wir hatten das Gefühl, endlich ein preiswertes (im Sinne von "Das Gewerk ist seinen Preis wert") Angebot in den Händen zu halten. Wir vergaben den Auftrag mit ruhigen Gewissen folgerichtig an die Fa. Zitzmann.
Der Aufbau: Die "Zitzmänner" (ja, der Chef legte persönlich Hand bei uns an) begannen den Wintergartenbau pünktlich wie geplant im September 2002. Einige vorbereitende Arbeiten waren von uns nach Absprache mit Herrn Zitzmann bereits abgeschlossen, so z.Bsp. das Giessen der Aufnahmen für die Firstpfette und der hinteren Fusspfette. Die Arbeiten gingen zügig voran - nach und nach kamen immer mehr raffinierte Werkzeuge aus dem scheinbar für alle Eventualitäten eingerichteten und niemals leer werdenden Werkzeugwagen. Parallel zum Wintergartenaufbau mussten wir (mein Schwager und ich) die Holzfassade oberhalb des Wintergartens an Alt- und Neubau anbringen. Dabei haben wir uns anfangs ziemlich dämlich angestellt. Die guten "Zitzmänner" jedoch haben zu keiner Zeit über uns gelacht (und ich meine, wir hätten ein Auslachen verdient, was noch in Thüringen zu hören gewesen wäre!), im Gegenteil: Wir durften sogar ihr Werkzeug benutzen. Ein wirklich sehr angenehmer Wintergartenaufbau - und trotz aller Schufterei hat Herr Zitzmann immer noch einen Scherz auf Lager! Wegen unseres Altbaus gab es einige Probleme: Die Wand nicht gerade, keine rechten Winkel, loses Mauerwerk, unangenehme Dinge eben. Trotzdem wurde der Wintergarten (der ja eigentlich ein Glashaus ist) hervorragend aufgestellt - keine "Flickereien", kein Pfusch. Nur dauerte der Aufbau 2 Tage länger als geplant. Aber ich muß dazu sagen: Die "Zitzmänner" haben keinen Tag unter 12 Stunden geschuftet!
Das Ergebnis: Unser Wintergarten steht jetzt bald zwei Jahre: Innen wunderschöne astreine Leimbinder, aussen mit blauen ALU-Profilen verkleidet. Alle Anschlüsse, Entwässerungen und Regenrinnen sind nach wie vor wind- und regendicht. Fenster und Türbeschläge schliessen nach wie vor satt. Die beiden durch Kettenantriebe zu öffnenden Dachfenster funktionieren einwandfrei. Wir beheizen den WG mit Fussbodenheizung und zusätzlich (weil's hilft Gas zu sparen und Spass macht) mit einem Scheitholz-Gussofen. Er ist ohne Probleme das ganze Jahr bewohnbar - Schwitzwasser haben wir in unserem Wintergarten noch nicht gesehen. Im Winter sitze ich im Wintergarten auf meinem Schaukelstuhl und höre dem Ofen zu, im Frühjahr nach der Rapsblüte erlebe ich das Abenteuer, das Glasdach zu reinigen. Jetzt im Sommer 2004 lausche ich den Regenschauern, die aufs Dach prasseln (und es erinnert mich immernoch an frühere Urlaube im Zelt...). Ohne Frage: Ein Wintergarten (oder Glashaus) ist einfach wunderschön.
Warum ich das schreibe: Ich gebe es zu - Herr Zitzmann hat mich auf dieses Forum aufmerksam gemacht und mich gebeten, doch einen kleinen Erfahrungsbericht zu schreiben. Ich tu's sehr gerne, denn während unseres gesamten Hausbaus bzw. Haussanierung hab ich doch erfahren müssen, dass viele "Handwerker" schnell schnell schnell ihre Arbeit eher schlecht als recht hinklotzen. Diejenigen, die Liebe und Sorgfalt zum Gewerk zeigen, sind doch eher selten und müssen deshalb umso mehr Erwähnung finden. Von all den Firmen, die bei uns arbeiteten, sind drei wirklich erwähnenswert: 1. Welk u. Trabinski Bautenschutz (Mauerarbeiten) 2. Die Baulust GmbH (Zimmerrei), und ganz bestimmt 3. Fa. Zitzmann Wintergartenbau.
Münster im Juli 2004, Wolfram Becker |