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23.05.2004, 13:50 Uhr
jensbunge
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Hallo,
ich bin gerade mit der Planung des Anbaus einer unterkellerten Terrasse (ca. 3,80 x 4,30 m) an meinen Altbau beschäftigt, auf der später einmal ( je nach Geld, so in etwa 4 - 5 Jahren) ein Wintergarten Platz finden soll (der Architekt plant das wegen der Statik und der Baugenehmigung gleich mit ein). Damit ich mir einen teuren und sehr aufwendigen Hausanschluss der Terrasse (Abdichtung, Drainage, Entwässerungsrinne etc.) ersparen kann, möchte ich diese ziemlich bald nach Fertigstellung überdachen. Das Dach soll dann später mit Seitenteilen abgeschlossen und zum Wintergarten vervollständigt werden. Das Terrassendach, bzw. auch der spätere Wintergarten, soll nicht die ganze Tiefe der Terrasse überdecken, sondern nur etwa 2,60, so dass im Sommer, nach Öffnen der geplanten Faltschiebetüren, auch noch der nicht überdachte Teil der Terrasse mitgenutzt werden kann.
Auf der (vom Garten aus gesehen) rechten, Südost-Seite wird eine Trennmauer/Brandschutzmauer zum Nachbargrundstück hin errichtet. Die vordere, dem Garten zugewandte Südwest-Seite soll dann später mit einer Faltschiebetür-Anlage geschlossen werden. An der linken, Nordwestseite möchte ich gleich eine Brüstung (ca. 50 - 60 cm hoch) mauern, da sich links davon eine Kellertreppe befindet, in die ja niemand abstürzen soll, solange die Terrasse noch keine Seitenverglasung hat. Auf diesen Sockel sollen dann später die Glaselemente/Fenster des Wintergartens aufgesetzt werden. Die Terrasse ist über eine Balkontür (100 x 200 cm) vom Haus her zugänglich, ein größerer Durchbruch ist nicht geplant, so dass der Wintergarten vom übrigen Wohnbereich abgetrennt bleiben wird. Dennoch möchte ich nicht von vornherein ausschließen, dass ich ihn gelegentlich, an sonnigen Tagen, auch im Winter nutzen werde.
Dazu ein paar Fragen:
1. Ist es problemlos zu machen, eine Terrassenüberdachung (aus thermisch getrennten Profilen) später zu einem Wintergarten zu komplettieren? Welche Schwierigkeiten können dabei auftreten ?
2. Ich denke darüber nach, auf der Mauerbrüstung gleich zwei "Pfosten" (24 x 24 cm) hochzumauern, so dass das Terrassen-/Wintergartendach dann praktisch auf der Brandschutzmauer zur Rechten und diesen aus Stein gemauerten Pfosten ruht, und nicht auf vom Wintergartenhersteller gelieferten Elementen.
Dann könnte ich später auch anstelle von teuren Wintergarten-Glaselementen einfach zwei große Fenster einsetzen. Die Faltschiebetüren-Anlage wird sicher schon teuer genug werden...
Frage: mache ich hier einen Denkfehler? Was gilt es bei dieser Bauweise zu beachten?
3. Ein weiteres Problem, über das ich mir den Kopf zerbreche: Die im Sommer hier im Rhein-Neckar-Raum unerträglichen Temperaturen von z.T. über 40 ° C und die Südwest-Ausrichtung der Terrasse lassen mich befürchten, dass der Sonneneinfall insbesondere über das Dach den Anbau stark aufheizen und im Sommer unbewohnbar machen wird. Eine Rolladenbeschattung wie die von Rolax, die hier im Forum mehrfach erwähnt wurde, scheint mir diesbezüglich besonders geeignet. Nur: Kann da bei geschlossenen Rolläden noch eine Dachentlüftung über entsprechende Luken oder Entlüfter funktionieren? Oder müsste ich dann nicht besser eine Entlüftung an der höchsten Stelle der rechten Seitenwand einplanen? (Die Zuluft wäre ja am besten im Fußbereich der linken, "kühleren" Nordwest-Seite platziert). Wieviel teurer ist ein solcher Rolladen (Dachfläche ca. 3,80 x 2,60m) im Vergleich zu einer Marken-Markise?
4. Die Sache mit der Wärmepumpen-Klimatisierung interessiert mich, allerdings habe ich auch gelesen, dass die "schweineteuer" sind...so wie ich das verstanden habe, übernehmen solche Wärmepumpen auch gleich eine Lüftungsfunktion, so dass ich mir dann wiederum einen Dachentlüfter sparen könnte, oder? Was muss man denn ungefähr für ein Gerät rechnen, das einen Wintergarten in der beschriebenen Raumgröße von höchstens 30 m3 klimatisieren kann?
5. Für einen späteren Zeitpunkt ist eine Fassadendämmung des Hauses geplant; dämme ich dann nur außen um den Wintergarten (der ja als Klimapuffer wirken soll) herum?
Über Antworten auf meine vielen (laienhaften) Fragen würde ich mich sehr freuen.
Jens |